klimaaktiv Mobilitäts-Umfrage 2019

Die Ergebnisse einer im Dezember 2019 im Auftrag von klimaaktiv durchgeführten Umfrage zu Mobilitätsthemen liegen nun vor: Wie werden Wege im Alltag zurückgelegt? Welche Erfahrungen gibt es mit alternativen Antrieben und was ist die Meinung zu Elektromobilität? Interessant ist auch der Vergleich zu den Jahren 2012/13 und 2017.

Zu Fuß gehen: Basis der Mobilität

Mindestens 83 % der Befragten legen mehrmals monatlich ihre Alltagswege zu Fuß zurück. Was auf der Hand liegt, wird damit nochmals bestätigt: Fußverkehr ist die Basis jeglicher Mobilität. Die Strategie des Bundes zur Förderung des Fußverkehrs ist im Masterplan Gehen abgebildet. Auf Platz zwei folgt allerdings dann schon der Autoverkehr mit 74 % als Lenkerin bzw. Lenker.

Weit abgeschlagen ist in diesem Punkt jedoch die Nutzung von Carsharing, einspurigen KFZ, Roller, Scooter etc.: über 90% der Befragten nutzten diese Verkehrsmittel seltener als einmal monatlich oder nie.

 

Radverkehr: Potential auf Alltagswegen und bei E-Fahrrädern

37 % der Befragten legten 2019 ihre Alltagswege regelmäßig (d.h. mehrmals monatlich) mit dem Fahrrad zurück. Für rund ein Drittel der Befragten ist hingegen das Fahrrad keine Option. Rund ein Viertel der Befragten hat schon einmal ein Elektrofahrrad getestet, dieser Wert ist seit 2017 relativ konstant – 2012 waren es jedoch erst 17 %. Auch das Interesse an Elektrofahrrädern ist gegenüber 2017 nicht angestiegen. Hier gibt es jedenfalls noch nennenswertes Potential zum Testen und ggf Umsteigen.

 

Öffentliche Verkehrsmittel: Verbesserungsbedarf bei Bike&Ride

Auch wenn bis die meisten Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer die Haltestelle zu Fuß erreichen, kommt mehr als jeder bzw. jede Zehnte der Befragten mit dem Fahrrad zur Haltestelle (2012 waren es erst 6 %). Davon bemängelt jedoch rund die Hälfte, dass die Haltestelle nicht ausreichend mit Fahrradabstellanlagen ausgestattet ist. Für Bike&Ride gibt es also noch enormes Verbesserungspotential an passender Infrastruktur zum sicheren Abstellen von Fahrrädern an ÖV-Haltestellen.

 

E-Mobilität: Interesse stagniert

Keine nennenswerte Steigerung gab es bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und Elektromobilität: Erst 6 % der Befragten waren 2019 mit einem Elektro-Moped unterwegs. Gleiches gilt für Pkws mit alternativem Antrieb: Erst ein Drittel der Befragten hat damit bereits Erfahrung. Sowohl bei ein- als auch zweispurigen E-Fahrzeugen bzw. Pkws mit alternativen Antrieben gibt es noch großes Potential – denn für mehr als 40 % der Befragten ist ein E-Pkw eher oder sehr interessant.

 

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Integral im Zeitraum vom 5. bis 12. Dezember 2019 in Form von Online-Interviews durchgeführt. Befragt wurden 1.005 Personen in Österreich ab 16 Jahren. Die Umfrage 2012/13 wurde als Telefonumfrage, die Umfrage 2017 ebenfalls in Form von Online-Interviews mit einer vergleichbaren großen Stichprobe und vergleichbaren Fragen durchgeführt. Abgefragt wird auch die Bekanntheit der Marke klimaaktiv: Rund ein Drittel aller Befragten ÖsterreicherInnen und Österreicher kennt klimaaktiv.

Veröffentlicht am 13.05.2020