E-Mobilität im Tourismus

Von der E-Mobilitätsoffensive der Österreichischen Bundesregierung profitieren auch Tourismusakteurinnen und –akteure, die E-Mobilitätsangebote für ihre Gäste schaffen wollen.

Viele Tourismusregionen setzen sich bereits für den Klimaschutz ein, indem sie Anreize für eine klimafreundlichere Mobilität ihrer Gäste setzen. Dies kann einerseits durch Bewusstseinsbildung, andererseits durch konkrete Angebote erreicht werden. Neben der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln kann auch der Elektromobilität eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz im österreichischen Tourismus zukommen.

Elektroautos verursachen gegenüber fossil betriebenen Neuwagen im Durchschnitt um bis zu 90% weniger Treibhausgase.1 Neben der Verlagerung von Fahrten in den Umweltverbund (zu Fuß gehen, Radverkehr, Öffentlicher Verkehr u.ä.) ist der Umstieg auf Elektromobilität somit eine zusätzliche Strategie für den Klimaschutz.

Elektrofahrzeuge für die „letzte Meile“

Elektro-Leihfahrzeuge an Bahnhöfen können als „letzte Meile“ - Anbindung bereits in der Anreise dienen.

Ein Verleih im Ort oder in der Unterkunft stellt ein interessantes Zusatzangebot für individuell gestaltete Ausflüge in der Region dar. Dadurch wird auch die Anreise ohne eigenen Pkw attraktiver; vorausgesetzt, dass die „letzte Meile“ durch den ÖPNV oder ergänzende Shuttle-Angebote überbrückt ist.

Neben den Gästen können Einheimische und Mitarbeitende die Fahrzeuge benutzen, was den Auslastungsgrad auch außerhalb der touristischen Saison erhöht.

Lokale Akteurinnen und Akteure, die selbst Elektro-Fahrzeuge fahren, tragen zur Sichtbarkeit von Elektromobilität bei und können eine Vorbildfunktion einnehmen.

Für die Umsetzung von Leihsystemen stehen Regionen, Gemeinden oder Unternehmen bereits viele Gesamtsystemlösungen zur Verfügung, die nicht nur die Fahrzeuge temporär bereitstellen, sondern auch den Betrieb, die Wartung, ggf. Ausleihstationen und das Buchungssystem.

Good Practice aus klimaaktiv mobil

Informieren Sie sich beim Beratungsprogramm „Mobilitätsmanagement für Tourismus und Freizeit“ über bereits umgesetzte E-Mobilitätsprojekte in österreichischen Tourismusregionen. Materialien zu Good Practice Beispielen finden Sie auch hier.

Fördermöglichkeiten

Förderpauschalen für E-Pkw, E-Busse, E-Bikes, Transporträder und Ladeinfrastruktur können bei der Umsetzung Ihres E-Bike-Verleihs oder E-Carsharing-Systems bzw. eines modernen Ladeangebotes für Gäste eine wichtige finanzielle Unterstützung leisten.

Eine Übersicht an verfügbaren Förderungen finden Sie hier. (unter "Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine")

Zu beachten:

  • Fördervoraussetzung für alle Angebote: 100 Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern  
  • E-Mobilitätsbonus der Automobil- oder Zweiradimporteure oder des Sportfachhandels muss auf der Rechnung ausgewiesen werden.
  • Förderhöhen sind Pauschalsätze, die mit maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt sind.

Die Online-Registrierung sowie das Einreichung von Förderungsanträgen sind ab 1. März 2019 über www.umweltfoerderung.at möglich.

 

1Klima- und Energiefonds/VCÖ, 2018

Veröffentlicht am 06.05.2019

Kontakt

Beratungsprogramm "Mobilitätsmanagement für Tourismus und Freizeit" komobile w7 GmbH
DI Dr Romain Molitor, Ing. Marc Steinscherer, BSc, DI Christine Zehetgruber
Schottenfeldgasse 51/17
1070 Wien
+43 (0)1 89 00 681
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