Jetzt Mobicheck buchen! Schul- und Kindergartenwege unter der Lupe

Kindergärten und Schulen spielen eine große Rolle dabei, einen gesellschaftlichen Wandel zu gesunder und klimafreundlicher Mobilität herbeizuführen. Denn das Mobilitätsverhalten als Erwachsener wird maßgeblich durch die Erfahrungen im Kindesalter geprägt. Dazu braucht es ein Mobilitätsmanagement, das zielorientiert Maßnahmen ergreift. Daher erhalten 2022 60 Bildungseinrichtungen einen Mobicheck kostenfrei. Machen Sie mit und bringen Sie sich aktiv in eine klimafreundliche Verkehrsgestaltung in Ihrer Region ein.

Kostenfreie Mobichecks für Kindergärten und Schulen

In Zusammenarbeit mit Mobilitätsberatenden beleuchten Sie an Ihrer Bildungseinrichtung gemeinsam mit interessierten Pädagoginnen und Pädagogen das Mobilitätsverhalten der Kinder und Jugendlichen. Auf Basis der Ergebnisse werden Unterrichtsideen entwickelt. Unterrichtsmaterialien und eine Sonderfinanzierung unterstützen die Projektumsetzung.

Ablauf des Mobichecks

  • Mobilitätserhebung und Auswertung mit Unterstützung von Mobilitätsberatenden
  • Entwicklung zielorientierter Aktionsideen
  • Erhalt der Mobicheck-Box mit Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen
  • Weiterführende Information durch den E-Mail Newsletter: Informieren Sie sich zum klimaaktiv mobil Schulweg. Abonnieren Sie dazu den Newsletter „Kinder- und Jugendmobilität“.
  • Erhalt der Sonderfinanzierung
  • Evaluierung und Berechnung des CO2-Effekts der Maßnahmen durch Mobilitätsberatende
  • Zusätzliches Angebot: zwei Kurzseminare zur österreichweiten Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch (Oktober 2022 und April 2023)

Voraussetzung: Die Leitung der Bildungseinrichtung unterzeichnet eine Zielvereinbarung.

Anmeldung zum Mobicheck

klimaaktivmobil@klimabuendnis.at

Vorteile des Mobilitätsmanagements für Kinder und Jugendliche

  • Verbesserung der physische und psychische Leistungsfähigkeit der Kinder/Jugendlichen durch mehr Bewegung am Schulweg;
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Verminderung des Autoverkehrs;
  • Umwelt- und Klimaschutz durch geringeren Ausstoß von Luftschadstoffen;
  • weniger Lärmbelastung durch mehr Zufußgehen, Radfahren, weniger Autofahrten;
  • lebensbezogenes, anschauliches Lernen;
  • Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Eigenstädigkeit sowie nicht zuletzt
  • Teilhabe an der Gesellschaft im öffentlichen Raum

Aktivitäten der Kindergärten und Schulen

Viele Bildungseinrichtungen sind bereits aktiv mit dabei, Kindern und Jugendlichen eine klimafreundliche und gesunde Mobilität näherzubringen. Österreichweit wurden etwa Fahrgemeinschaften und Bustrainings organisiert, Elternhaltestellen etwas abseits der Schule eingerichtet, Radtage und Radworkshops abgehalten, Schulvorplätze autofrei gemacht, Schulwege mit Bewegungselementen versehen, Geschwindigkeiten reduziert und Geschwindigkeitsbeschränkungen eingemahnt sowie Schulwege begrünt. Beim Pedibus begleiteten Erwachsene mehrere Kinder zu Fuß zur Schule. Sie wechselten sich ab und konnten somit den Kindern trotz Zeitmangels einen klimafreundlichen Schulweg ermöglichen. In Wien, Steiermark, Vorarlberg und Niederösterreich wurden nach Salzburg Schulstraßen mit einem temporären Fahrverbot eingeführt.

Viele Gründe sprechen dafür, dass Kinder ihre Alltagswege gesundheitsbewusst und klimafreundlich bewältigen

  • Bewegung an der frischen Luft fördert die körperliche Entwicklung und die Konzentration im Unterricht.
  • Bewegung stärkt die Abwehrkräfte sowie beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor.
  • Sicheres Verkehrsverhalten lernen Kinder nur durch Übung. Beim selbstständigen Erobern der Alltagswege bekommen sie ein Gefühl für Entfernungen und Zeiten und trainieren ihren Orientierungssinn.
  • Umweltfreundlich zurückgelegte Wege ersparen der Atmosphäre unnötiges CO2, helfen beim Klimaschutz und reduzieren Lärm

Mit etwas Fantasie lassen sich auch bei knapper Zeit und langen Wegen Alternativen zum Auto finden. Kontaktieren Sie dazu die Expertinnen und Experten von klimaaktiv mobil. Im Leitfaden "Mobilitätsmanagement für Kinder, Eltern und Schulen" finden Sie Projekte wie Pedibus und Elternhaltestellen im Elternratgeber Informationen über den sicheren Transport von Kindern mit dem Fahrrad. Letztendlich ist jede und jeder einzelne gefordert, durch ein vorausschauendes und soziales Verkehrsverhalten, die Schulwege für unsere Kinder sicher zu gestalten.

klimaaktiv mobil Jugendziele im Einklang mit Unterrichtsprinzip Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Im Grundsatz-Erlass zum Unterrichtsprinzip Verkehrs- und Mobilitätserziehung bilden umweltschonende Mobilität und die Vorteile der Nutzung des öffentlichen Verkehrs sowie des Zufußgehens und des Radfahrens einen wichtigen Bezugsrahmen. Das für alle Schulstufen geltende Unterrichtsprinzip stimmt somit mit den Zielen und Inhalten des klimaaktiv mobil Programms „Mobilitätsmanagement für Kinder, Eltern und Schulen“ überein.

Der Grundsatzerlass soll die Lehrenden bei der Umsetzung des Unterrichtsprinzips unterstützen und ihnen Orientierung geben. Dabei wird insbesondere der Kompetenzorientierung in einer klimafreundlichen und gesundheitsfördernden Mobilität Rechnung getragen. So werden folgende verkehrs- und mobilitätsbezogenen Kompetenzen angeführt: „Vorteile aktiver Mobilitätsarten kennen und benennen“, „Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes fächerübergreifend bearbeiten“, „Zusammenhänge zwischen Umwelt, Gesundheit und Verkehr herstellen und in Beziehung zum eigenen Verhalten setzen“, „umweltschützende und soziale Werthaltungen einnehmen“ und „Mobilitätskompetenz (Zufußgehen, Radfahren, Benützung öffentlicher Verkehrsmittel) aufbauen und vertiefen“.

Laut Grundsatzerlass ist die wichtigste Aufgabe der Verkehrs- und Mobilitätserziehung, das Verhalten der Menschen für ein gemeinsames Leben zu beeinflussen. Den Lernenden soll nicht nur neues Wissen vermittelt werden. Ein adäquates Wertebewusstsein, das Wissen um ein sicheres Verkehrsverhalten und Verkehrsumfeld sowie ein nachhaltig kompetenter Umgang mit Mobilität sind anzustreben. Und genau das sind auch die Ziele des Mobilitätsmanagements von klimaaktiv mobil bei Kindern und Jugendlichen.

Beitrag zur Österreichischen Jugendstrategie

Das Mobilitätsmanagement von Kindern und Jugendlichen leistet darüber hinaus einen Beitrag zum Handlungsfeld Lebensqualität und Miteinander der Österreichischen Jugendstrategie: "Förderung einer aktiven, nachhaltigen und sicheren Kinder- und Jugendmobilität, um gesunde Fortbewegung zu stärken und den Weg in eine klimaneutrale Mobilitätszukunft zu ebnen."

Veröffentlicht am 20.04.2022

Kontakt

klimaaktiv mobil Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche Webseite