Pedibus

für Kindergärten und 1. bis 4. Schulstufe

Der „Autobus auf Füßen“

Was ist ein Pedibus

  • Beim Pedibus wird eine Gruppe von Kindern von einer oder mehreren Aufsichtsperson/en zu Fuß in den Kindergarten oder zur Schule begleitet. An vereinbarten „Haltestellen" können Kinder zu bestimmten Uhrzeiten in diese Begleitung aufgenommen werden. Empfohlen werden maximal 8 Kinder pro Begleitperson.
  • Ausgeschilderte „Haltestellen“ mit Abfahrtszeiten als Treffpunkte auf festgelegten Routen
  • Zeitlich befristet auf vier bis acht Wochen

So funktioniert's

  1. Information der Eltern und Lehrpersonal
    etwa im Zuge der Schuleinschreibung

  2. Eltern zu einem Treffen einladen

  3. Gemeinsam mit den Eltern:

    • Route(n) festlegen, gefährliche Stellen entlarven

    • Haltestellen und Abfahrtszeiten („Linienplan“) fixiern; Gehgeschwindigkeiten der Kinder berücksichtigen. Fragen klären: Pedibus nur in der Früh oder auch mittags? Wie lange soll der Pedibus laufen?

    • Organisieren der Begleitdienste der Erwachsenen (max. 8 Kinder pro Begleitperson): „Einsatzplan für Busbegleitung“

    • Ansprechperson für alle Eltern fixieren (Koordination)

    • Festlegung von Regeln für Erwachsene und Kinder. (Vorlagen auf Anfrage erhältlich)

  4. Einschulung durch Polizei, Betrauen der Begleitpersonen
    • Termin für die Einschulung durch Polizeiinspektion vereinbaren und anschließend Antrag auf Ernennung zur Schulwegpolizei stellen, Betrauen der Begleitpersonen
    • eventuell Warnwesten und Signalkellen besorgen 
  5. Elterninfobrief mit Start und Ende des Pedibusses, Routen und Abfahrtszeiten, Anmeldebogen
    • Vorlagen können auf Anfrage bezogen werden.
  6. In der Schule:
    • Besorgen von Haltestellentafeln (können über klimaaktiv mobil kostenfrei bezogen werden, bzw. siehe Download-Feld)
    • Fahrplan austeilen (jedenfalls für jede Mitmachfamilie)
    • Gemeinsam überlegen, was Kinder am Schulweg tun dürfen und was nicht und diese Regeln schriftlich festhalten, Verhalten im Falle des Versäumens des Pedibusses klären
    • eventuell Erkennungsmerkmale für „Busbegleitung“ gestalten (Ansteckbuttons, Mützen, Umhängetafeln, ...)
  7. Öffentlichkeitsarbeit
  8. Erfahrungen austauschen
    • Zwischendurch oder danach Treffen zwischen der Elterngruppe, um Erfahrungen auszutauschen und um Bilanz zu ziehen, Planungen für den nächsten Schulbeginn

Pedibus-Tafeln

Sie können über klimaaktiv mobil kostenfrei Pedibustafeln beziehen. 

  • Die Schilder sind aus aluverbund in Format A2
  • Bitte lassen Sie die Tafeln nur von der Gemeinde montieren. Diese verfügt über das Know how bezüglich Anbringungs-Art und -Ort. So dürfen die Schilder nicht an Pfosten von Verkehrsschildern montiert werden. Dadurch würde das Verkehrszeichen ungültig. Die Schilder stellen kein gültiges Verkehrsschild dar. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass die Schilder sich von den gültigen Verkehrsschildern abheben. Damit besteht keine Verwechslungsgefahr mit diesen.

Handlungsempfehlungen in Bezug auf Covid-19

Die Pedibuskinder sollten feste Bezugsgruppen bilden. Geschwister, beziehungsweise Personen aus demselben Haushalt sollten möglichst in derselben Bezugsgruppe sein. Der Pedibus wird in zahlreichen Regionen, wie etwa in Tirol, Niederösterreich, Steiermark und Oberösterreich umgesetzt und bietet auch und insbesondere in Corona-Zeiten eine sinnvolle Art, den Kindergarten- beziehungsweise Schulweg zu bewältigen. Er bietet sich als Alternative zu Fahrgemeinschaften in einem geschlossenen Auto an. Zu achten ist allerdings darauf, dass die allgemein gültigen Verhaltensregeln im öffentlichen Raum auch beim Pedibus eingehalten werden. Da vermutlich das Einhalten der Ein-Meter-Abstandsregel nicht garantiert werden kann, sollte die erwachsene Begleitperson, sowie Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensjahr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kinder und Aufsichtspersonen sollten speziell auf Händehygiene achten. Bei Auftreten von Beschwerden laut Verdachtsfalldefinition soll eine weitere Abklärung (siehe Webseite: https://sozialministerium.at) und keine Teilnahme am Pedibus stattfinden. Die Einrichtung einer Telefonkette, um die Aufgabe des Pedibusses an eine andere erwachsene Person zu delegieren ist empfohlen. Das Verhalten der Kinder sollte mit vernünftigem Augenmaß gelenkt werden: Händehygiene vor und nach dem Pedibus, An-der-Hand gehen nach Möglichkeit nur mit Kindern aus gleichen Haushalten, Gruppen oder Schulklassen. Die Infektionsgefahr in kleinen Gruppen im Freien ist relativ gering.

Veröffentlicht am 13.02.2020

Kontakt

Maria Zögernitz