Rückblick EL-Motion 2018

Der jährlich statt findende Fachkongress rund um E-Mobilität widmete sich dieses Jahr dem Schwerpunkt Flotten- und Nutzfahrzeuge. Hersteller und Nutzer sowie Entscheidungsträger konnten Erfahrungen austauschen. Denn E-Mobilität ist auch im Nutzfahrzeugsektor nicht mehr aufzuhalten.

Am 31.1. und 1.2.2018 hat unter Beteiligung von klimaaktiv mobil die achte Ausgabe der EL-MOTION Konferenz stattgefunden. Und die E-Mobilität ist auch im Nutzfahrzeugsektor nicht mehr aufzuhalten: Nach dem Hoch bei den E-Pkw-Anmeldungen geht es nun darum, Nutzfahrzeuge mit Batterie und/oder Brennstoffzelle auf die Straße zu bringen.

Flottenfahrzeuge, Transporter, LKW, Busse, Kommunal- und Baufahrzeuge sowie internationale Logistik-Projekte standen daher im Fokus. Erste Angebote und Erfahrungen sind bereits verfügbar und wurden präsentiert.

Fachvorträge, Ausstellung, E-Mobilitäts-Partnerbörse
Der Kongress legte den Akzent auf Anwendungsorientierung und zeigte in dicht gepackten Fachvorträgen verfügbare Lösungen und Erfahrungen, besonders für KMU und Kommunen. Bei der EL-MOTION 2018 konnten interessierte Unternehmen Chancen, die in diesem Wirtschaftssektor liegen, erkennen und nutzen. Fachexpertise aus erster Hand und Networking mit Insidern verschaffte einen kompakten Überblick in kürzest möglicher Zeit.

Begleitet wurde der Fachkongress von einer umfangreichen Ausstellung, in der Neuigkeiten aus den Bereichen E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, E-Mobilitätsprodukte und –ausbildungen sowie Dienstleister präsentiert wurden und es Gelegenheit zum Netzwerken gab.

Die Keynote von Kreisel Electric versuchte Antworten zu geben, wie die Transformation zu alternativen Antrieben im Nutzfahrzeugsektor gelingen kann. Ein Blick zurück sollte zeigen, wo wir aktuell stehen. Der Blick in die Zukunft beleuchtet, was wir brauchen, um in diesem Bereich die E-Mobilität integrieren zu können.

Zwischenbilanz E-Mobilitätspaket

Robert Thaler, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und Leiter von klimaaktiv mobil sowie Henriette Spyra von der Stabstelle Dekarbonisierung und Mobilitätswende im bmvit zeigten die Zwischenbilanz des 2017 gemeinsam mit der Automobilwirtschaft gestarteten „Aktionspakets zur Förderung der E-Mobilität mit Erneuerbaren Energien“: Rund 7.100 Förderanträge für E-Pkw und E-Zweiräder sind mit Ende 2017 zu verzeichnen, davon über 5.300 E-Autos. Hier dominieren die „reinen“ E-Autos (batterieelektische Autos - BEV) mit 87% klar vor Plug-In Hybriden (PHEV) und Range Extender Fahrzeugen (REX) mit nur 13%. Österreich zählt mit 1,5% E-Autos bei den Pkw-Neuzulassungen zu den Spitzenreitern in der EU!

 

Soundbites aus der Konferenz:

  • Den Nutzfahrzeugsektor zu elektrifizieren ist aufgrund hoher Verbräuche und km-Leistungen und damit verbundenem hohen Energieeinsparungs- und CO2-Vermeidungspotenzial sehr sinnvoll.
  • Es gibt vor allem bei E-LKW viele Lösungen, aber noch wenige Modelle „von der Stange“, bei E-Bussen bereits deutlich mehr.
  • Neben reinen Elektrofahrzeugen sind vor allem im Nutzfahrzeugsektor Hybridantriebe und Brennstoffzelle immer mit ein Thema (Gewicht und Reichweite)
  • Die Niederlande haben bei Produktion und Anwendung im e-Nutzfahrzeugebereich in Europa die Nase vorn (E-Busse und E-LKW).
  • Im Idealfall verbraucht ein E-Lkw nur rund doppelt soviel Energie wie ein konventioneller Verbrenner-Pkw!

 

Downloads der Vorträge ausschließlich nach Anfrage beim Konferenzveranstalter: elmotion.at

 

Veröffentlicht am 15.02.2018