Ökobilanz alternativer Antriebe

Eine Studie des Umweltbundesamtes vergleicht die Ökobilanz alternativer Antriebe mit herkömmlichen Antrieben.

Unter einer Ökobilanz (engl. auch LCA – Life Cycle Assessment) versteht man eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten „Lebensweges“, von der Gewinnung der Rohstoffe, über die Herstellung des Produktes, dessen Nutzung bis zur Entsorgung.

Die Umwelteffekte werden dabei als direkte und indirekte Emissionen ausgewiesen. Bei indirekten bzw. vorgelagerten Emissionen werden die Fahrzeugherstellung, die Akkumulatorherstellung und die Energiebereitstellung berücksichtigt.

Da die Art der Strombereitstellung ein wesentlicher Punkt in den Ergebnissen der Ökobilanz von Elektroautos ist, wird in der Grafik zwischen Aut-Mix (Österreichischer Strommix) und UZ-46-Mix (Umweltzeichen 46 - Ökostrom) unterschieden.

Die wesentlichen Ergebnisse vom Umweltbundesamt:

  • Konventionelle, fossil betrieben Fahrzeuge verursachen am meisten Treibhausgas-Emissionen
  • Plug-In Hybride verursachen bei einem elektrischen Fahranteil von 44 % noch immer knapp 100 g CO2-eq/Fkm

  • Elektroautos verursachen unter Annahme von UZ-46 zertifiziertem Strom 86% weniger THG-Emissionen als Benzinautos bzw. 83% weniger  THG-Emissionen als Diesel-Autos

  • Die Emissionen von Brennstoffzellenfahrzeuge (Wasserstoff) sind fast ident mit denen von Elektroaustos

  • Die Akkuherstellung eines Elektroautos verursacht ähnlich viele Emissionen wie die restliche Fahrzeugherstellung

Elektromobilität ist somit eine Schlüsseltechnologie zur CO2-Reduktion und damit für Klimaschutz im Verkehr. Zusätzlich sind durch Elektromobilität massive Verbesserungen bei Luftqualität und Lärm erzielbar. Ohne Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien sind langfristige Klimaziele nicht zu erreichen!

Veröffentlicht am 03.06.2019