Ökobilanz von Elektrofahrzeugen

In der Lebenszyklus-Betrachtung verursacht ein E-Fahrzeug mit Strom aus 100% Erneuerbare Energie um bis 80% weniger CO2 Emissionen als ein konventioneller Benzin Pkw.

Unter einer Ökobilanz (engl. auch LCA – Life Cycle Assessment) versteht man eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten „Lebensweges“, von der Gewinnung der Rohstoffe, über die Herstellung des Produktes, dessen Nutzung bis zur Entsorgung.

Die gesamten CO2-Emissionen setzen sich aus den direkten Emissionen der Verbrennungskraftmaschine, der Stromaufbringung bzw. Kraftstoffproduktion, aus der Fahrzeugherstellung bezogen auf die Lebensdauer des Fahrzeuges sowie dem Energiespeicher im Fahrzeug zusammen. Für die Energiebereitstellung beim Elektrofahrzeug wird in der Grafik unterschieden:

  •     durchschnittlicher Strommix in Österreich im Jahr 2007
  •     Strom aus Photovoltaikanlagen (Polykristalline Solarzellen  durchschnittlicher österreichischer Standort)
  •     Stromproduktion der Ökostrom AG im Jahr 2007


Während die konventionellen Antriebssysteme insgesamt bis zu 210 Gramm CO2 pro Personenkilometer emittieren, ermöglichen Elektrofahrzeuge eine Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 80 %, insbesondere bei Verwendung von Strom aus Erneuerbaren Energien (Strom aus Wind, Wasser, Photovoltaik oder Biomasse). Dieser Vergleich bezieht sich sowohl auf die direkten als auch die indirekten (jene Emissionen die in vor- oder nachgelagerten Prozessen verursacht werden) Emissionen.

Elektromobilität ist somit eine Schlüsseltechnologie zur CO2-Reduktion und damit für Klimaschutz im Verkehr. Zusätzlich sind durch Elektromobilität massive Verbesserungen bei Luftqualität und Lärm erzielbar. Ohne Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien sind langfristige Klimaziele nicht zu erreichen!

Veröffentlicht am 05.02.2013