Biodiesel

Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ist mittlerweile eine verbreitete Alternative zu fossilem Diesel.

Biodiesel entsteht durch eine chemische Reaktion, bei der pflanzliche Öle (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl etc.) bzw. auch tierische Fette durch Umesterung mithilfe von Alkohol (Methanol) zu Biodiesel – einem Methylester– verarbeitet werden. Bei der Umesterung werden aus einem Triglyceridmolekül drei Fettsäuremethylestermoleküle erzeugt, wodurch der Kraftstoff dünnflüssiger wird und eine höhere Klopffestigkeit aufweist.

Zur Herstellung von einem Liter Biodiesel sind etwa 1,03 Liter Pflanzenöl erforderlich. Der Energieinhalt ist mit 10,25 kWh/kg etwas geringer als jener von fossilem Diesel (11,78 kWh/kg). Biodiesel kann auch aus Altspeiseölen und -fetten gewonnen werden.

Ertrag

Aus rund 3.000 kg Raps (1 ha Anbaufläche) können 1.000 Liter Biodiesel gewonnen werden. Alternativ kann Biodiesel auch aus Altspeiseöl erzeugt werden (Altspeiseölmethylester - AME). Einige Österreichische Anlagen können diesen Rohstoff zu Treibstoff verarbeiten (Multi- Feedstock Technologie).

Benötigt werden 100 kg Methanol sowie Kalilauge oder Natronlauge als Katalysator. Nebenprodukte sind 1.400 bis 1.800 kg Presskuchen und 100 kg Glyzerin. Mit 1000 Liter Biodiesel kann ein PKW (bei einem Verbrauch von 6,5 l/100 km) 18.500 Kilometer fahren. Im Jahr 2015 wurden in Österreich rund 606.000 Tonnen Biodiesel in Umlauf gebracht.

CO2-Emissionen und Luftschadstoffe

Seit Oktober 2005 erfolgt in Österreich die Biodieselbeimischung zu herkömmlichem Diesel. 2009 wurde die Beimischquote auf 7 % (B7) erhöht. Bei Einhaltung der technischen Empfehlungen der Hersteller zu ordnungsgemäßem Fahrbetrieb, insbesondere zur Fahrzeugerhaltung und Ölwechselintervalle ergibt sich für die KonsumentInnen bei Verwendung von B7 kein Unterschied im Fahrbetrieb, da handelsübliche Dieselfahrzeuge ohne jede Einschränkung mit diesem Kraftstoff betreibbar sind und keine zusätzlichen Freigaben der Fahrzeughersteller benötigt werden. Zudem sind für die Fahrzeughalter keinerlei technische Adaptierungsmaßnahmen an ihren Fahrzeugen vorzunehmen, um den problemlosen Betrieb mit B7 sicher zu stellen.

Verwendung und Fahrzeuge


Seit Oktober 2005 erfolgt in Österreich die Biodieselbeimischung zu herkömmlichem Diesel. 2009 wurde die Beimischquote auf 7 % (B7) erhöht. Bei Einhaltung der technischen Empfehlungen der Hersteller zu ordnungsgemäßem Fahrbetrieb, insbesondere zur Fahrzeugerhaltung und Ölwechselintervalle ergibt sich für die KonsumentInnen bei Verwendung von B7 kein Unterschied im Fahrbetrieb, da handelsübliche Dieselfahrzeuge ohne jede Einschränkung mit diesem Kraftstoff betreibbar sind und keine zusätzlichen Freigaben der Fahrzeughersteller benötigt werden. Zudem sind für die Fahrzeughalter keinerlei technische Adaptierungsmaßnahmen an ihren Fahrzeugen vorzunehmen, um den problemlosen Betrieb mit B7 sicher zu stellen.


Höhere Beimischung und Reinverwendung

Soll ein Fahrzeug mit einem höheren Biosprit-Anteil betrieben werden, muss die Verträglichkeit abgeklärt werden. So gibt es einige Pkws als auch Lkws, die vom Hersteller für eine reine Biodiesel-Betankung (B100) freigegeben sind. Viele Fahrzeuge sind allerdings lediglich für einen bestimmten Anteil an Biodiesel (z.B. B10, B20 etc.) freigegeben. Daher empfiehlt es sich, schon bei der Fahrzeugauswahl auf die serienmäßige Freigabe hinsichtlich Biodiesel zu achten. Hinweise über die Freigabe eines Fahrzeugs für Biodiesel können die Betriebsanleitung oder eine Rücksprache bei Fachwerkstätten geben. Darüber hinaus gibt es im Internet auch entsprechende Datenbanken zu den Hersteller-Freigaben für Biodiesel.

Nachrüstung


Soll eine höhere Beimischung als vom Hersteller freigegeben erreicht werden, ist meist eine Motorennachrüstung in der Fachwerkstätte erforderlich. Dabei werden vor allem jene Kunststoffleitungen ersetzt, die mit dem Biokraftstoff in Berührung kommen. Um die Garantie nicht zu verlieren, müssen die Freigabebedingungen der Fahrzeughersteller eingehalten werden. Dies bedeutet vor allem kürzere Inspektions- und Ölwechselintervalle.


Tankstellen

Für den offiziellen Verkauf ist nur Biodiesel freigegeben, dessen Qualität die ÖNORM EN 14214 erfüllt. Es wird empfohlen, sich bei der Tankstelle zu versichern, dass Biodiesel nach diesem Qualitätsstandard verkauft wird. Biodiesel wird in industriellen Anlagen und in genossenschaftlichen Produktionsanlagen hergestellt.

Veröffentlicht am 20.11.2017