Pflanzenöl

Um Pflanzenöl in Fahrzeugmotoren als Kraftstoff nutzen zu können, sind einige Anpassungen notwendig.

Grundsätzlich eignet sich Pflanzenöl auch als Kraftstoff. Allerdings ist Pflanzenöl zähflüssiger und hat einen höheren Flammpunkt als Diesel.

Pflanzenöl wird durch Auspressen bzw. Extraktion aus Ölsaaten (Raps, Sonnenblumenkerne etc.) hergestellt, wobei dieses sowohl roh als auch raffiniert, jedoch chemisch unverändert als Kraftstoff eingesetzt werden kann.

ERTRAG

Für die Herstellung von einem Liter Pflanzenöl sind etwa 3 kg Ölsamen erforderlich. Aus rund 3.000 kg Raps (1 ha Anbaufläche) können also rund 1.000 Liter Pflanzenöl gewonnen werden. 2015 wurden in Österreich 16.118Tonnen Pflanzenöl für Kraftstoffzwecke verwendet.


CO2-EMISSIONEN UND LUFTSCHADSTOFFE

Die Treibhausgasemissionen sind jenen von Biodiesel ähnlich. Bei einer „Well-to-wheel“ Betrachtung – also von der Produktion des Kraftstoffs bis zur Verbrennung
im Motor – verringert der Einsatz von regional produziertem Pflanzenöl die CO2-Emissionen um rund 70 %. Pflanzenöl ist frei von Schwermetallen
und Schwefel. Gegenüber Dieselmotoren reduziert die Verwendung von Pflanzenöl die Rußemissionen.


VERWENDUNG UND FAHRZEUGE

Da es derzeit kaum speziell konstruierte Motoren für Pflanzenöl am Markt gibt, müssen im Normalfall vorhandene Dieselmotoren auf
den Betrieb mit Pflanzenöl umgerüstet werden. Die Umrüstung betrifft Teile der Kraftstoffzufuhr und der Kraftstoffeinbringung, wobei sich die Umrüstungskonzepte der verschiedenen Anbieter in Ausführung und Qualität unterscheiden. Eine Umrüstung ist als Ein- oder Zweitanksystem möglich.


Infos zu Umrüstungen:
www.pflanzenoel-motor.at
www.pflanzenoel-austria.at


TANKSTELLEN

Die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Pflanzenöl macht meist auch die Errichtung einer Betriebstankstelle erforderlich. Umgerüstete Fahrzeuge können aber natürlich auch weiterhin mit herkömmlichem Diesel betrieben werden.

 

Veröffentlicht am 20.11.2017