Ökostrom-Anbieter

Haben Sie vielleicht einmal mit dem Gedanken gespielt, auf Ökostrom umzusteigen? Doch nicht bei allen Anbietern gibt es Ökostrom im engeren Sinn.

Mittlerweile gibt es etliche Energielieferanten, die sogenannten Ökostrom anbieten. Doch nicht bei allen Stromprodukten, die als „Wasserkraft“, „Naturstrom“, „Grünstrom“ etc. angeboten werden, handelt es sich tatsächlich um Ökostrom, im engeren Sinn.

Hier erfahren Sie, was „echten“ Ökostrom ausmacht und wo Sie den passenden Anbieter für Ihre Wünsche finden.

Ökostrom ist grundsätzlich elektrische Energie, die zu 100% aus regenerativen Energien stammt. Entscheidendes Merkmal ist somit die Erzeugungsart, mit der der Ökostrom des Stromanbieters gewonnen wird. Als reine Ökostromanbieter gelten jene Lieferanten, die laut Stromkennzeichnung zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen erzeugten Strom vertreiben. Damit wird eine Unterscheidung zu jenen Energieversorgern getroffen, die neben Produkten mit konventionellem Strommix auch „Wasserkraft“, „Naturstrom“ oder ähnlich lautende Angebote anbieten. In diesen Fällen ist es möglich, dass ein Teil der elektrischen Energie z.B. aus Wasserkraft, Wind- oder Sonnenenergie an umweltbewusste KundInnen verkauft wird und der verbleibende – weniger ökologische Teil – aus Kohle- und importierter Atomkraft an Gewerbekunden verkauft wird.

Gemäß §§78 und 79 ElWOG (Elektrizitätswirtschafts und –organisationsgesetz) ist die Stromkennzeichnung gesetzlich vorgeschrieben. Durch die Aufschlüsselung des Strommixes sollen EndverbraucherInnen die Anteile der einzelnen Primärenergieträger des von ihnen konsumierten Stroms erkennen können. Das bedeutet, dass es auch keinen „Graustrom“ mehr geben darf.

Der Strom wird oftmals über die Börse zugekauft, wobei der Ursprung nicht zu eruieren ist. Dieser gekaufte Strom wird mit Herkunftszertifikaten unterlegt. Diese Zertifikate werden bei ausländischen Erzeugern gekauft, die darin nachweisen, genau so viel Strom mittels Erneuerbaren Energien erzeugt zu haben. Dabei handelt es sich meist um Wasserkraft-Zertifikate aus Skandinavien.

Ein wichtiger Aspekt bei Ökostrom ist dabei, ob dessen Erzeugung tatsächlich einen Beitrag leistet, das gesamte Energiesystem nachhaltiger und ökologischer zu gestalten. Dazu gehört, dass Erzeugungskapazitäten für Grünen Strom ausgebaut werden und der Anteil von Kohle- und Atomstrom damit reduziert wird und nicht einfach eine „Neuverpackung“ für unterschiedliche Kundengruppen erfolgt.

Das Österreichische Umweltzeichen vergibt seine Lizenz nur an streng ausgewählte Anbieter, die jedenfalls Ökostromhändler sein müssen. Grüner Strom gemäß Umweltzeichen muss zumindest 1,4 Prozent Strom aus Photovoltaik beinhalten und kann aus Biomasse, Erdwärme, Sonne, Wind oder Wasserkraft stammen. Der Anteil von günstiger Wasserkraft darf jedoch nicht 100% ausmachen und ist mit max. 79 % beschränkt. Damit ist gewährleistet, dass das Produkt wirtschaftlich interessant angeboten wird, darüber hinaus aber auch noch andere Erzeugungsarten unterstützt werden. Auch ist festgelegt, dass im Erzeugungsportfolio mindestens 10 % des Stroms aus Anlagen kommt, die nicht älter als 15 Jahre sind bzw. in diesem Zeitraum revitalisiert und erweitert wurden.

Wer beim Umstieg auf grünen Strom auf einen engagierten Ökostrom-Anbieter setzen will, findet alle Ökostrom-Anbieter, die mit dem Umweltzeichen lizenziert sind auf topprodukte.at in der Kategorie Ökoenergie.

Dass echter Ökostrom auch nicht teuer sein muss, zeigt der Tarifkalkulator der Regulierungsbehörde E-Control, wo Ökostrom-Anbieter als solche gekennzeichnet sind. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann berücksichtigen Sie doch die Umweltzeichen-lizenzierten Anbieter auch im Vergleichsrechner.

Auch auf durchblicker.at/strom können die Angebote der verschiedenen Stromanbieter verglichen werden. Dabei kann in der Auswahl extra nach Tarifen aus erneuerbaren Energiequellen gesucht werden, um so den gewünschten Tarif zu finden.  

Veröffentlicht am 01.02.2019