Gemeinderatsbeschluss für klimaaktiv Gebäude

Gemeindezentrum, Sporthalle, Krankenhaus oder Schule - die technischen Anforderungen sind ebenso unterschiedlich wie die Nutzung der Gebäude. Allen ist jedoch eines gemeinsam: wenn in der frühen Planungsphase auf bestimmte Qualitätskriterien und die steigenden Anforderungen an  Nachhaltigkeit geachtet wird, kann das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Bauvorhabens optimiert werden.

Die Umsetzung von Bau- und Sanierungsprojekten stellt Gemeinden vor große Herausforderungen. Zunehmender Zeit- und Kostendruck stehen komplexen Entscheidungsprozessen gegenüber. Wo soll gebaut werden? Fungiert die Gemeinde selbst als Bauträger oder wird ein Baurechtsvertrag abgeschlossen? Macht es Sinn Bestandgebäude zu erhalten? Wie kann das Projekt finanziert werden?

Planungssicher mit Grundsatzbeschluss

Die gute Nachricht: Eine langfristige Lösung, um für ihre Gebäude bestmögliche Qualität zu bekommen, kann die Gemeinde selbst in die Hand nehmen. Das klare Bekenntnis zur Einhaltung der klimaaktiv Kriterien für Gebäude kann in einem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat festgehalten werden. Die e5-Gemeinde Klosterneuburg ist diesen Weg bereits mit gutem Beispiel vorangegangen.

Im Gemeinderat wurde ein Beschluss dahingehend erwirkt, dass bei öffentlichen Neubauten und bei Sanierungen öffentlicher gemeindeeigener Verwaltungs- und Bildungsbauten die Erreichung des klimaaktiv Gebäudestandards in Gold angestrebt wird. Unter der Voraussetzung, dass dies technisch möglich und auf dem jeweiligen Standort umsetzbar ist.

 „Aufgrund der Tatsache, dass die Energiekosten laufend steigen und die Rohstoffe immer knapper werden, ist ein nachhaltiger und effektiver Umgang mit den Energieressourcen auch auf Gemeindeebene unumgänglich. Künftig wird nun schon bei der Planung von Neubauten bzw. der Sanierung von Gebäuden, die in Gemeindebesitz sind, die Energieeffizienz besonders berücksichtigt.“ Mag. Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister Klosterneuburg

Mit dem Bekenntnis zu nachhaltigen und ökologischen Gebäuden kann jede Gemeinde nicht nur Geld sparen, sondern auch die Lebensqualität der Nutzerinnen und Nutzer steigern. Neben Niederösterreich haben bereits Gemeinden in Salzburg, der Steiermark und Tirol den klimaaktiv Gebäudestandard per Beschluss verankert.

Veröffentlicht am 21.02.2019