Round-Table 1: „Wärmepumpenumstellung im Bestand“ am 29. Juni 2022

Der 1. Round-Table zur Wärmewende im Geschoßwohnbau setzte sich mit den Themen "Planung von Wärmepumpen im Bestand, Aufstellung und Wärmeverteilung" (Fachinput von Barbara Beigelböck, Vasko+Partner) und "Beurteilung der Weiterverwendbarkeit / Austauscherfordernis bestehender Heizkörper" (Fachinput von Peter Holzer, Institute of Building Research & Innovation | ZT GmbH) auseinander.

Umstellung einer Gasetagenheizung

Möglichkeiten Alternativer Wärmeversorgung

Gängige alternative Wärmeversorgungslösungen und deren Eignung für den urbanen Wohnbaubestand wurden im Beitrag von Barbara Beigelböck präsentiert:

  1. Die unkomplizierteste und (invest-)kostengünstigste Art der Umstellung ist der Anschluss an ein bestehendes Fernwärmenetz. Liegt das Gebäude also im Fernwärmegebiet (bzw. -ausbaugebiet) ist der Umstieg auf die Fernwärme naheliegend. Zwar werden zahlreiche städtische Fernwärmenetze in Österreich derzeit noch mit erheblichen fossilen Anteilen betrieben. Sie bieten aber, bei ausreichend politischem Willen, realistische Voraussetzungen für eine Umstellung der Wärmeerzeugungsanlagen auf nichtfossile Alternativen. Eine Nachverdichtung der Anschlüsse an die Fernwärme führt außerdem zu einer höheren Effizienz des Gesamtsystems.
  2. Biomasse stößt im städtischen Bereich häufig an Grenzen der verfügbaren Lagerräume und ist außerdem aufgrund der entstehenden Emissionen im dichtverbauten Gebiet keine prioritäre Option.
  3. Die direkt elektrische Wärmeerzeugung ist gem. OIB-RL6 kein hocheffizientes alternatives Energiesystem und wird daher nicht in Erwägung gezogen.
  4. Schließlich bleiben als Alternative noch Wärmepumpenlösungen.

Weitere Details sind dem Ergebnisprotokoll im Downloadbereich zu entnehmen!

Beurteilung der Wiederverwendbarkeit oder Austauscherfordernis bestehender Heizkörper

Im Rahmen seines Beitrages bezog sich Peter Holzer auf ein charakteristisches mehrgeschßiges Wohngebäude aus den 1960er Jahren. Eine detaillierte Beschreibung findet sich in den Präsentationsunterlage, welche auf Anfrage bereitgestellt werden (leamarie.hackl@building-research.at). Zur Beurteilung der Wiederverwendbarkeit des bestehenden Wärmeabgabesystems vergleicht Herr Holzer hierfür drei Varianten des Gebäudes: den ungedämmten Errichtungszustand, den Bestandszustand mit einer Zusatzdämmung aus der Gerneralsanierung in den 90er Jahren, sowie einen fiktiven zusatzgedämmten Zustand.

Weitere Details sind dem Ergebnisprotokoll im Downloadbereich zu entnehmen!

Veröffentlicht am 28.10.2022

Kontakt

Lea-Marie Hackl, BSc Institute of Building Research and Innovation | ZT GmbH
Wipplingerstraße 23/3
1010 Wien
Telefon: +43 1 58 11 319 DW 815
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