Effekte unterschiedlicher Stromanwendungen mit Lastverschiebungspotential

Sommerliche Stromanwendungen und das damit erzielbare Lastverschiebungspotenzial als Beitrag zum netzdienlichen Betrieb (Anhebung des Anteils erneuerbarer Energie im Stromnetz) von „Haushalts-Elektrogeräten“ wurden im Rahmen des Programms klimaaktiv erneuerbare wärme untersucht und deren Effekte analysiert.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im Haushaltsbereich – z.B. bei Warmwasserboilern, Geschirrspülern und Waschmaschinen – ein erhebliches Potenzial zur Lastverschiebung vorhanden ist. Hinsichtlich der theoretisch maximal möglichen schaltbaren Leistung einzelner Stromanwendungen liegen Geschirrspüler mit einem Lastverschiebungspotenzial von ca. 4.800 MW (Annahme 70 % schaltbar) an der Spitze (mit Bezug auf ganz Österreich). Waschmaschinen mit ca. 2.200 MW (Annahme 30 % schaltbar) und Warmwasserboiler mit ca. 2.100 MW (Annahme 80 % schaltbar) haben ebenfalls ein signifikantes Potenzial.

Zukünftig ist davon auszugehen, dass die Anzahl und dadurch die zur Verfügung stehende abrufbare Leistung bzw. Energie vor allem bei Rasenmährobotern, Klimageräten und Poolpumpen weiter deutlich ansteigen wird. Die Ansteuerung und Lastverschiebung dieser Geräte stellt sich als relativ einfach dar.

Veröffentlicht am 16.12.2018

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