Qualitätsmerkmale

Die wichtigsten Qualitätsmerkmale und Normvorschriften bezüglich Holzheizungen und Holzbrennstoffen sind in den Umweltzeichenrichtlinien 37 und 38 zusammengefasst.

Das österreichische Umweltzeichen ist auf allen Heizkesseln und Brennstoffen, die diese Vorschriften erfüllen, ersichtlich und ist somit für Endkunden ein guter Indikator für Qualität und Nachhaltigkeit.

Umweltzeichenrichtlinie UZ 37: Holzheizungen

In dieser Richtlinie, die auf vielerlei ÖNORMEN aufbaut, sind Anforderungen an den Ausstoß von Kohlenmonoxid und Staub, den Wirkungsgrad und die restlichen Komponenten, wie Speicher, Dämmung des Speichers und der Rohrleitungen, etc., definiert.

Hersteller von Umweltzeichen-Heizanlagen werden dazu verpflichtet, für mindestens zehn Jahre gleichwertige Ersatzteile zur Verfügung zu stellen. Informationen bezüglich der technischen Details der Anlage, geeigneter Brennstoffe und deren optimale Lagerung und das richtige Heizen, sowie eine jährliche Wartung bzw. Überprüfung der Heizanlage gehören zu den Verpflichtungen.

Umweltzeichenrichtlinie UZ 38: Brennstoffe aus Biomasse

In dieser Richtlinie, die ebenfalls auf ÖNORMEN aufbaut, ist geregelt, dass alle Brennstoffe mit Umweltzeichen nur aus naturbelassenem Holz hergestellt werden und keine chemisch behandelten Holzanteile enthalten. Weiterhin müssen mindestens 70 % des verarbeiteten Holzes aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Auch die Lagerung, der Transport, sowie eingesetzte Binde- bzw. Pressmittel und der Wassergehalt der Brennstoffe wird in der Richtlinie festgelegt und ist für Träger des Umweltzeichens verpflichtend. Wie auch in der UZ 37 Richtlinie sind hier Informationen zur maximalen Befüllung, der optimalen Steuerung des Abbrandes und dem umweltschonenden und energieeffizienten Heizen vom Anbieter bereitzustellen.
 

Zufuhr der Verbrennungsluft

Neben der Auswahl des optimalen Kessels und eines nachhaltigen und umweltschonenden Brennstoffs ist noch zusätzlich auf eine optimale Zuführung der Verbrennungsluft zu achten. Nur bei ausreichender Luftzufuhr kann eine Verbrennung vollständig und effizient ablaufen. Durch eine „saubere“ Verbrennung wird der Brennstoff am effizientesten genutzt und am wenigsten Emissionen ausgeschieden. Bei modernen Kessel aber auch Wohnraumöfen wird die Verbrennungsluft gezielt zugeführt.

In sehr dichten Gebäuden ist es darüber hinaus unbedingt notwendig, Verbrennungsluft von außerhalb der Gebäudehülle beziehen und nicht die Raumluft dafür nutzen.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Kontakt

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) Stubenbastei 5
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