Exkursion: Wärmepumpen im mehrgeschossigen Wohnbau

Die kalte Jahreszeit hält Einzug. In Tirol kommt Winterstimmung auf und die Heizanlagen laufen schon bald wieder auf Hochtouren. Das ist genau der richtige Zeitpunkt um Interessierten die Wärmepumpen-Technologie im mehrgeschossigen Wohnbau am "lebenden Objekt" demonstrieren zu können.

Im Gebäudebereich liegt hierbei enormes Potenzial für Energieeffizienzmaßnahmen. Alleine ein Viertel des Tiroler Energiebedarfs wird zum Heizen unserer Wohnungen verbraucht. Dort sollten wir also in erster Linie ansetzen um den Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren. Intelligente Heizsysteme sind ein wichtiger Schritt in eine energieautonome Zukunft: Die Wärmepumpe ist eines davon.

Bei der Neuerrichtung von Einfamilienhäusern weisen Wärmepumpen bereits heute einen sehr hohen Marktanteil (der in einigen Bundesländern deutlich über 75 % liegt) auf. Weniger oft beschäftigen sich Experten mit der Frage, was beachtet werden muss, damit die Vorteile dieser effizienten und klimafreundlichen Heiztechnik auch im mehrgeschossigen Wohnbau, sowie in Gewerbe- und Tourismusbetrieben angewendet werden kann. Energie Tirol wollte sich dem Thema annehmen und lud gemeinsam mit klimaaktiv-Experten aus den Fachbereichen Architektur, Objektentwicklung und Gebäudetechnik zu einer Exkursion ins Reich der Wärmepumpen. Über Fachvorträge, Besichtigungen von Best-Practice-Anlagen und angeregte Diskussionen wurden die Möglichkeiten und Perspektiven der Wärmepumpen abseits vom Einfamilienhaus erörtert.

Der Erdwärme-Spezialist, Ing. Peter Krimbacher, zeigt sich zufrieden: "Es gibt viele Möglichkeiten, Wärmepumpen ökonomisch und ökologisch sinnvoll einzusetzen. Das haben wir heute unter Beweis gestellt". Am Ende der Veranstaltung sind sich nämlich alle ExpertenInnen und TeilnehmerInnen einig: Wärmepumpen können, unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien, auch im mehrgeschossigen Wohnbau Sinn machen. „Für den Einsatz von Wärmepumpen ist ein Niedertemperatursystem sinnvoll. Mit dem klimaaktiv Gebäudestandard kann dies sichergestellt werden. Die besichtigte Wohnanlage der Alpenländischen Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft, ist hierfür das beste Beispiel", erklärt der Geschäftsführer von Energie Tirol, Dipl.-Ing. Bruno Oberhuber und freut sich über die gelungene Veranstaltung. "Solche Fachtage, bei denen nicht nur die nachhaltige Wärmeerzeugung, sondern auch die bauliche Komponente gemeinsam und praxisnah betrachten werden, sind der Schlüssel für eine energieautonome Zukunft. Die BMLFUW-Programme klimaaktiv „bauen&sanieren“ sowie „erneuerbare wärme“ bieten dafür die perfekte Basis", schloss Oberhuber ab. 

Veröffentlicht am 07.11.2018

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