So machen Sie Ihre Heizung winterfit

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, soll der Heizkessel für wohlige Wärme sorgen. Es ist also höchste Zeit, die Heizung wintertauglich zu machen. Ist sie richtig eingestellt, sparen Sie Energie und Geld.

Vor dem Start in die neue Heizsaison sollte Ihr Heizungssystem wieder überprüft werden, damit es die nächsten sechs Monate "schurrt wie ein Kätzchen" und Sie nicht im Winter in der der Kälte sitzen. Wir haben 12 nützliche Tipps für Ihre Heizung und die kommende Heizsaison zusammengestellt. Wenn Sie diese befolgen, ist das ein guter Start in die kalte Jahreszeit und Sie sparen Energie, Geld und Nerven.
 

1. Heizkörper freiräumen

Heizkörper und Thermostatventile dürfen nicht durch Vorhänge oder Möbelstücke verdeckt sein.

2. Heizung entlüften

Luft im Heizsystem erschwert die gleichmäßige Wärmeverteilung. Wenn in den Radiatoren Geräusche zu hören sind, ist eine Entlüftung der Heizkörper erforderlich, die Sie selbst ganz einfach durchführen können.

3. Wasserdruck im Heizsystem prüfen

Besonders nach dem Entlüften – und bei Bedarf Wasser nachfüllen.

4. Heizkörperventile kontrollieren

Dauerhaft warme oder kalte Heizkörper oder schwer gängige Ventile deuten auf ein defektes Heizkörperventil hin.

5. Regelmäßige Wartung

Veranlassen Sie regelmäßig eine Wartung Ihrer Heizung. Das sichert sowohl die effiziente Brennstoffnutzung und geringe Heizkosten, als auch eine hohe Lebensdauer. Entsprechend dem Heizmedium (fest, flüssig, gasförmig) sind unterschiedliche Schritte durchzuführen. Am sinnvollsten ist es mit dem Installateur bzw. Kessel-/Wärmepumpen-Hersteller einen Wartungsvertrag abzuschließen. 

6. Die Regelung justieren

Die Heizungsregelung steuert die Heizung mit dem Ziel, eine bestimmte Raumtemperatur zu sicherzustellen. Richtig eingesetzte und eingestellte Heizungsregler und Thermostate sorgen für einen energiesparenden Heizbetrieb. Bei Teilsanierungen wie z.B. einem Fenstertausch ist eine Anpassung der so genannten "Heizkurve" durch Fachleute unbedingt zu empfehlen.
 

7. Nachtabsenkung prüfen

Bei bestens gedämmten Niedrigenergiehäusern ist eine Nachtabsenkung nicht nötig. Da diese Häuser in der Nacht kaum abkühlen, lässt sich der Wärmebedarf nur geringfügigst reduzieren. Bei "konventionellen" Häusern wird eine Nachtabsenkung auf 16 bis 18 Grad empfohlen. Wird das Gebäude untertags länger nicht genutzt, kann/sollte die Absenkung auch in dieser Zeit genutzt werden.

8. Vermeiden Sie überheizte Räume

Senken Sie die Raumtemperatur auf ein passendes Maß. Jedes Grad weniger spart rd. 6 % Heizkosten. Es ist davon auszugehen, dass überheizte Räume austrocknen und zu gesundheitlichen Auswirkungen führen.

9. Schimmelvorsorge

Halten Sie den Wohnbereich trocken. Senken Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften. Die Kontrolle funktioniert mit einem Hygrometer. Dieses soll zwischen 30 und 50 % relativer Luftfeuchte anzeigen. Feuchtigkeit lässt sich in der kalten Jahreszeit gut weglüften. Im Sommer hilft Lüften am besten frühmorgens oder spätabends.
Beachten Sie bitte: An kalten (Außen-)Wänden kondensiert die feuchte Raumluft bevorzugt. Besteht diese Kondensationsfeuchte länger, kommt es zu Schimmelbefall. Beschlagen alte Fensterscheiben, heißt das: Bitte umgehend Lüften!

10. Lüften

Während der Heizsaison schafft eine ausgewogene Balance von Heizen und Lüften beste Raumluftqualität. Ausschließlich Heizen oder Lüften führt am Ziel vorbei. Durch die zeitgemäße, dichte Bauweise ist eine Komfortlüftungsanlage empfehlenswert. Lüftungsanlagen gewinnen in der Heizsaison bis zu 98 % der Abluftwärme zurück! Das steigert die Energieeffizienz der Heizung. Die Betriebskosten der Heizung sinken. Aber auch durch regelmäßiges Fensterlüften kann eine lebenswerte Raumluftqualität erhalten und die Schimmelbildung vermieden werden.

11. Heizungskeller kühl halten

Der Heizungskeller sollte kühler als ein Wohnzimmer sein. Eigentlich logisch! Dazu müssen Heizungsrohre und Warmwasserleitungen sowie Puffer- und Warmwasserspeicher gut gedämmt werden. Dann gelangt Wärme dorthin, wo sie hingehört - nämlich in die Wohnräume. Das spart Energie, senkt die Betriebskosten der Heizung, ist Klima schonend und belastet die Umwelt weniger. Sie können Rohrdämmungen selbst anbringen oder Fachbetriebe beauftragen.

12. Hocheffiziente Heizungs-Umwälzpumpen

Umwälzpumpen befördern das Heizungswasser zu den Heizkörpern (oder durch die Rohre der Fußbodenheizung). Alte Pumpen benötigen dabei bis zu 600 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das ist mehr als der Kühlschrank oder die Beleuchtung verbrauchen! Hocheffiziente Pumpen benötigen nur rund ein Fünftel dieser Strommenge. Das spart Ihnen zirka 75 Euro pro Jahr.
    
  

Veröffentlicht am 30.09.2019

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