Best Practice: Bioprojekt Millstatt

Mit dem Heizwerkprojekt Millstatt gelang es der Bioprojekt Millstatt GmbH einen neuen Heizwerk-Standard zu definieren und die Nahwärme Millstatt zu einem Leuchtturm-Projekt zu machen.

Zielsetzung, der von GF Ing. Christian Frühauf so definierten „Hocheffizienzfernwärme“ war es mit bestmöglicher Effizienz im Heizhaus die Energie zu produzieren und diese mit geringsten Verlusten zum Kunden zu transportieren. Konkret in Zahlen bedeutet dies eine Wärmerückgewinnung (passiv, ohne Wärmepumpe) im Heizhaus von mindestens 20% im Jahresschnitt. Nach dem ersten vollen Betriebsjahr liegt das Bioprojekt Millstatt nun bei unter 10% an Netzverlusten und Wärmerückgewinnungsgraden von 15-18% Bandlast im Regelbetrieb.

Die fernwärmespezifische hydraulische Einbindung von Neukunden sowie laufende Kunden- und Anlagenoptimierungen im Heizhaus sind nun das Augenmerk für weitere Effizienzsteigerungen.

Eckdaten des Heizwerks Millstatt:

  • Winterkessel 1500 kw Fa. Agro Forst
  • Sommerkessel 390 kw Fa. Agro Forst
  • Rauchgaskondensation 500 kW Fa. Agro Forst mit Reserve für zusätzliches Wärmetauschregister
  • Ausfallsreserve 2000 kW Ölkessel
  • Pufferspeicher 70 m³
  • Photovoltaik 50 kWp
  • Niedertemperaturnetz max. VL 75-80°C – Netzregelung und Übergabestationen Fa. HOVAL mit Sonderwärmetauscher
  • Leitungslänge derzeit rund 4500 trm in Stahl-Doppelrohr Serie 3 sowie 100 trm Kunststoffnetz – Ausbaupotential bis 2019 von weiteren 2.500 trm
  • Derzeit 70 Kundenanlagen mit Jahresverbrauch von rund 5.000 MWh
Veröffentlicht am 26.06.2018