Einbringsystem

Für die Einbringung von festen Substraten in den Fermenter werden Eintrags- bzw. Förderschnecken verwendet.

Der Feststoff wird dabei durch Stopfschnecken unterhalb des im Fermenter befindlichen Flüssigkeitsspiegels gedrückt. So ist gesichert, dass kein Gas austreten kann. Im einfachsten Fall steht bei dieser Methode der Feststoffdosierer auf Höhe der Fermenterdecke, so dass nur eine Schnecke zur Einbringung notwendig ist. Ansonsten muss die Höhe des Fermenters mit Steigschnecken überwunden werden.


Das System der Feststoffeinbringung mittels Eintragskolben ist flüssigkeits- und gasdicht und universell einsetzbar. Ein hydraulisch betriebener Förderzylinder presst die Feststoffe mit bis zu 35 t in einen Druckkanal, der unter dem Flüssigkeitsspiegel des Fermenters liegt. Um zu verhindern, dass Flüssigkeit aus dem Fermenter austritt, wird nach dem Pressvorgang der Kanal mit Hilfe eines hydraulischen Schiebers wieder verschlossen. Die Feststoffeinbringung mittels Presskolben ermöglicht ebenfalls eine automatische, exakte Dosierung der Substratzugabe in beliebigen Zeitintervallen.

Zur Beschickung der Schnecken und Eintragskolben werden Vorlagebehälter mit und ohne Zerkleinerungswerkzeuge eingesetzt. Untersuchungen über die Häufigkeit der verschiedenen Systeme zur Feststoffeinbringung haben gezeigt, dass vorwiegend Futtermischwagen mit Schneckeneintrag eingesetzt wird . Neben dem Futtermischwagen kommen auch Abschiebecontainer und Bunkersysteme mit Kratzboden oder Schubboden als Bevorratungsbehälter zum Einsatz. Die Substrate werden automatisch und in kleinen Dosen über den Tag verteilt in den Fermenter eingetragen. Eine gewichtsgesteuerte Zugabe ermöglichen Wiegezellen.

Veröffentlicht am 21.01.2021