EU Düngemittelverordnung: Einigung unter österreichischer Ratspräsidentschaft

Nach mehr als fünf Jahren Vorbereitung konnte nun unter der österreichischen Ratspräsidentschaft eine Einigung bei der in Überarbeitung befindlichen EU Düngemittelverordnung Ende November erzielt werden.

Am 20. November konnte während der österreichischen Ratspräsidentschaft nun eine Einigung bei der in Überarbeitung befindlichen EU Düngemittelverordnung erzielt werden. Damit ist der österreichischen Ratspräsidentschaft (BMNT mit fachlicher Unterstützung durch die AGES) gelungen, den langen Gestehungsprozess zu einem positiven Abschluss zu bringen. Wesentlichste Punkte

  • Einbeziehung organischer Düngemittel
  • Vorgaben für mögliche Ausgangsstoffe
  • Vorgaben hinsichtlich Grenzwerte (Schwermetalle, Verunreinigungen)
  • Abfallende für Gärprodukte
  • Endpunkt für tierische Nebenprodukte bei Vergärung

Möglichkeit der Anpassung bestimmter Anhänge durch delegierte Akte

Im Rahmen der delegierten Akte kann die EU Kommission technische Arbeitsgruppen einsetzen und basierend auf technischen Neuerungen Änderungen bei bestimmten Anhängen der Verordnung vornehmen. Da darunter auch die Anforderungen an die Vergärung fallen, können zu erwartende technologische Entwicklungen nach Überprüfung und eingehender Diskussion der technischen Arbeitsgruppe von der Kommission angepasst werden.

Auch wenn einige Punkte nicht ganz im Sinne einer optimalen Vergärung gelöst werden konnten, so ist der positive Abschluss der Verhandlungen doch ein wesentlicher Meilenstein für die weitere Entwicklung von organischen Düngemitteln und bietet vor allem die Möglichkeit der Anpassung durch die delegierten Akte genau den notwendigen Spielraum um technische Entwicklungen berücksichtigen zu können.

Veröffentlicht am 17.12.2018