Methanfahrzeuge erfüllen bereits heute die 2019 kommende Emmissionsnorm 6d

Wer heute einen neuen PKW kauft, hat die Qual der Wahl. Neben Preis und Geschmack kommen nun auch die zu erwartenden Emissionen als ein weiteres Kriterium dazu. Das schweizerische Institut Empa hat dazu einen interessanten Vergleich von Benzin und Methanfahrzeugen durchgeführt und diese jeweils nach den drei möglichen Testzyklen geprüft. Vorweg: Gasfahrzeuge sind auch unter den künftigen Prüfbedingungen top!!!

 

Wer derzeit einen neuen PKW kauft, hofft zu Recht die neueste Technik mit Euro 6 zu bekommen. Vergessen wird dabei, dass zwar Fahrzeuge mit Typengenehmigung ab 2015 Euro 6 erfüllen müssen, dies aber noch nach dem bisher geläufigen Testzyklus NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Erst ab September 2018 bzw. Sept. 2019 müssen neu typengenehmigte Fahrzeuge die Euro Norm 6 c bzw. 6 d erfüllen. Der Unterschied liegt nicht in der weiteren Absenkung der maximal erlaubten Emissionen sondern im Testzyklus. Zukünftig gilt der WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) bzw. RDE (Real Driving Emissions). Handelt es sich beim WLTP nach wie vor um ein Testverfahren am Prüfstand, so werden beim RDE die Emissionen im Fahrbetrieb gemessen. Wer beim Autokauf daher auf Nummer sicher gehen möchte, dass sein fahrbarer Untersatz auch die künftigen Emissionen erfüllt und nicht „draussen bleiben muss“, sollte daher vom Händler eine Bestätigung über die Erfüllung der Emissionsnorm Euro 6d verlangen.

Die Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) führte einen Vergleich eines baugleichen Benzin und Erdgas/Biomethanfahrzeuges nach den unterschiedlichen Testzyklen durch (NEFZ, WLTC, RDE). Interessanterweise unterschritt dabei das bereits heute am Markt befindliche Erdgas/Biomethanfahrzeug in allen drei Testzyklen die Grenzwerte. Sowohl im WLTP als auch im RDE Prüfverfahren wurden die NOx Emissionen um mehr als die Hälfte des künftigen Grenzwertes unterschritten. Wenn der fahrbare Untersatz dann auch noch mit Biomethan getankt wird, ist man auch CO2 mäßig erneuerbar und auf der sicheren Seite.

Den Artikel darüber lesen Sie hier.

Veröffentlicht am 19.10.2017