Bioraffinerien

Die europäische Union als Vordenker im Bereich Ressourcenmanagement unterstützt folgerichtig Projekte im Bereich der Bioraffinerien. Ein österreichisches Forschungsprojekt, unterstützt vom BMVIT, erforscht dabei nun die mögliche Produktion von Algeneiweiß aus Bioabfall sowie die Integration von Gärprodukten eben für diese Algenproduktion.

 

Dass man aus Bioabfall vor dessen Vergärung noch andere Produkte erzeugen kann ist bereits breiter Forschungsgegenstand. Ein aktuelles Forschungsprojekt widmet sich nun speziell der Eiweißproduktion aus Bioabfällen mittels Algen. Zur rascheren Entwicklung der Algen soll der Bioabfall zudem mit Stickstoff aus dem erzielten Gärprodukt der Bioabfallvergärung angereichert werden. Die dabei produzierten Algen sind vorerst vornehmlich zur Milderung der hohen Importabhängigkeit von Futtermitteleiweiß gedacht.

Eiweißmangel in der Tierernährung (Selbstversorgungsgrad der EU von nur ~ 30 %). Das Futterprotein sollte dabei aus Algen produziert werden.

Das bei der Biogasproduktion die Nährstoffe der Ausgangsstoffe nach der Fermentation im Gärprodukt verbleiben und somit als organischer Dünger wieder in den Kreislauf eingebracht werden können, ist als Vorteil gemeinhin bekannt. Neben der Aufbereitung des Gärproduktes zu hochwertigen organischen Düngern können diese aber auch wiederum aus Ausgangsstoff für andere Rohstoffe dienen. Hier setzt, unter anderem, dieses Forschungsprojekt an.

Veröffentlicht am 19.10.2017