Bauteilaktivierung

Bei der Bauteilaktivierung werden, je nach Bedarf, erwärmtes oder kaltes Wasser durch Schläuche oder Rohre in Decken, Fußböden oder Wände geleitet.

Je nach Jahreszeit kann mit diesem System geheizt oder gekühlt werden. Eine Spezialanwendung ist die Betonkernaktivierung. Hier werden die Rohre nicht kurz unter der Oberfläche montiert, sondern beispielsweise in den Kern der Betondecke eingegossen.

Aus wirtschaftlicher Sicht macht der Einsatz einer Betonkernaktivierung nur Sinn, wenn das Gebäude damit beheizt und gekühlt wird und es sich um einen energieeffizienten Bau handelt. Der Einsatz in Hotels ist nur in Kombination mit zusätzlichen raumlufttechnischen Anlagen sinnvoll, die Lastspitzen abdecken.

Maßnahme (1 entspricht gering, 4 entspricht hoch)

Nutzen Zeit Kosten Komplexität

Aktivierung der Bauteile

Die Wahl der Bauteilaktivierung muss bereits in einem sehr frühen Planungsstadium getroffen werden. Das Gebäude selbst, die Nutzung, das gesamte Heizungs- und Kühlkonzept und die Regelung aller Anlagen müssen aufeinander abgestimmt sein, damit die Betonkernaktivierung sinnvoll eingesetzt werden kann.

Es ist zu beachten, dass solche Decken nicht mit abgehängten Decken verkleidet werden sollten, weil dadurch die Wirkung der Betonkernaktivierung erheblich vermindert wird.

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Veröffentlicht am 14.05.2019