Weihnachtsessen: Schlemmen und Energie sparen

Gerade zur Weihnachtszeit geht’s in den Küchen wieder heiß her. Dabei wird nicht nur allerlei Schmackhaftes gezaubert, sondern auch sehr viel Energie unnötig verbraucht. Das muss aber nicht so sein. Wenn Sie ein paar einfache Tipps berücksichtigen, sparen  Sie bares Geld.

Die Küche ist der energieintensivste Raum einer Wohnung. Allein fürs Kochen und Backen wendet ein Vier-Personen-Haushalt durchschnittlich etwa 343 Kilowattstunden Strom auf – Geschirrspüler und Kühlschrank sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass sich dieser Verbrauch mit einfachen Mitteln kräftig senken lässt, ohne auf Komfort verzichten zu müssen oder gar die Lust am Kochen und Backen zu verlieren. Topprodukte.at hat acht Tipps parat, wie Sie auch zur Weihnachtszeit nicht nur schmackhafte, sondern auch energiesparend zubereitete Gerichte servieren können. 

1.    Kein Topf ohne Deckel. Zwischen der Zubereitung mit und ohne Deckel liegen rund 40 Prozent mehr bzw. weniger Energie. Mit Deckel werden 1.5 Liter Wasser rund dreimal so schnell zum Kochen gebracht, wie ohne Deckel.  

2.    Soll Wasser erhitzt werden, rechnet es sich auch, dieses mit einem Wasserkocher zu machen. Wasserkocher arbeiten nämlich weitaus effizienter als Herdplatten.  

3.    Achten Sie bei der Wahl von Herdplatte und Topf auf die richtige Größe. Ist ein Topf kleiner als die Herdplatte, geht viel Wärme unnütz verloren. Umgekehrt wird ein großer Topf auf einer kleinen Herdplatte nicht richtig erhitzt und braucht bedeutend länger, um auf Touren zu kommen. Gleiches gilt übrigens, wenn Sie nur eine geringe Menge zubereiten wollen und dafür eine zu große Pfanne nutzen. 

4.    Schalten Sie die Herdplatte ein paar Minuten vor Ende der Kochzeit aus. Die Restwärme reicht aus, um die Speisen fertig zu garen. Dadurch sparen Sie nicht nur jede Menge Energie, auch verhindern Sie so, dass das Weihnachtsessen vielleicht sogar anbrennt.  

5.    Stehen Kartoffeln oder Gemüse auf der weihnachtlichen Speisekarte müssen diese nicht zwangsläufig komplett mit Wasser bedeckt sein. Es reicht aus, wenn diese im Dampf (natürlich bei geschlossenem Deckel!) gegart werden.      

6 .    Wie die Kochplatten können Sie auch den Backofen ein paar Minuten vor Backende abschalten und die Restwärme nutzen. Verzichten Sie nach Möglichkeit auch darauf, den Backofen vorzuheizen. Nutzen Sie die Wärme des Backofens sofort nach dem Einschalten, um unnötige Stromkosten zu vermeiden. Lediglich bei Speisen, bei denen man eine Kruste haben möchte, kommen Sie ums Vorheizen nicht herum. Ansonsten ist das Gericht gar, noch bevor die Oberfläche knusprig ist.  

7.    Nach Möglichkeit sollten Sie beim Backofen immer die Umluft-Funktion verwenden. Damit lassen sich nicht nur verschiedene Speisen gleichzeitig zubereiten (sehr praktisch übrigens, wenn’s ein umfangreiches Weihnachtsmenü ist!), auch können Sie die Temperatur um bis zu 20 Grad nach unten regulieren und brauchen damit weniger Energie als bei Ober- und Unterhitze. Noch idealer ist es, wenn Ihr Backofen auch ein Dampfgarer ist. Diese arbeiten sehr energieeffizient, reduzieren die Kochzeit und gehen sehr sorgsam mit den Speisen um: Der Eigengeschmack und wichtige Vitamine werden beim Dampfgaren bewahrt.  

8.    Sehr gerne wird der Backofen auch dazu genutzt, um tiefgekühlte Speisen schneller aufzutauen. Das ist keine gute Idee. Tiefkühlkost sollte man rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen und bei Zimmertemperatur auftauen. Noch besser ist es, tiefgefrorenes Fleisch einen Tag vor dem Gebrauch aus dem Gefrierfach zu nehmen und im obersten Fach des Kühlschranks aufzutauen. Nicht nur, dass das Fleisch dadurch langsamer und schonender auftaut, wird der Kühlschrank praktischerweise entlastet und muss weniger arbeiten.

Veröffentlicht am 14.12.2018