Reparatur lohnt sich!

Elektrogerät kaputt, ab in den Müll? Dabei können viele Elektrogeräte mit geringem Aufwand selbst oder von einer Fachwerkstätte repariert werden. Bei topprodukte.at erfahren Sie, worauf zu achten ist.

Wussten Sie, dass Elektrogeräte nicht nur bei der Verwendung Strom verbrauchen? Auch bei der Produktion wird beachtlich viel Energie verbraucht. Denn seltene, wertvolle Rohstoffe zur Herstellung elektronischer Komponente müssen mit großem Aufwand gewonnen werden. Auch das Recycling der Geräte erfordert Energie. Aus diesen Gründen gilt es, sich zu überlegen, ob eine Entsorgung wirklich zielführend ist bzw. ob eine Reparatur nicht sinnvoller wäre.

Do it yourself!

In vielen Fällen können vermeintlich kaputte Gegenstände auch leicht selbst repariert werden. Bei der Fehlfunktion der Waschmaschine ist zum Beispiel oftmals einfach das Flusensieb verstopft oder eine Münze legt das Gerät lahm. Auch im Geschirrspüler könnten sich kleine Fremdkörper versteckt haben. Bei einer undichten Tür könnte sich ein Fremdkörper in die Gummi-Lamellen eingeschlichen haben.  Werden die Fremdkörper entfernt, funktionieren die Geräte häufig wieder!

Reparatur-Tipp

In praktisch jeder Gebrauchsanleitung finden Sie Tipps, wie solche alltäglichen Probleme leicht selbst behoben werden können. Jedenfalls ist es ratsam, im Fall einer Störung das Gerät erst einmal einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Wertvolle Tipps dazu liefert der Reparatur-Ratgeber von topprodukte.at.

Wann sollten Profis befragt werden? Wenn es etwa an die Elektrik geht, sind ein Fachmann oder eine Fachfrau gefragt. Bei schwierigeren Fällen sollten Laien die Finger von der Do-it-yourself-Reparatur lassen.

Reparatur sinnvoll?

Im Entscheidungsprozess, ob sich eine Reparatur lohnt oder nicht, sollte stark das Alter des Gerätes miteinbezogen werden. Denn bei älteren Geräte wurde noch nicht im selben Ausmaß wie heute auf Energieeffizienz geachtet. Alte Kühlschränke oder Waschmaschinen entpuppen sich deshalb häufig als wahre Stromfresser.

Bei Fernsehern, Videorecordern, SAT-Receivern und anderen Geräten kann man sich das Nachgrübeln, ob sich eine Reparatur lohnt, ersparen:  Die Innovationszyklen sind hier ohnehin so kurz, dass die meisten Geräte technisch längst überholt sind, wenn erste Abnutzungsspuren auftreten. Alt-Geräte wie analoge Satelliten-Receiver oder DVD-bzw. Festplattenrecorder bedürfen keiner Reparatur mehr, weil sie heutzutage kaum mehr verwendet werden. Hier bedarf es viel mehr einer fachgerechten Entsorgung. Wie können Altgeräte richtig entsorgt werden? Lesen Sie mehr dazu hier: Richtige Entsorgung

Netzwerke und Initiativen für Reparaturen

Das Umweltbewusstsein vieler Menschen steigt: Das sieht man auch an der Entstehung verschiedener Reparatur-Initiativen in den letzten Jahren. In „Repaircafés“ teilen Expert:innen ehrenamtlich Fachwissen und ihre Erfahrung zum Thema Reparatur. Finden sie auf topprodukte.at Reparaturadressen in Ihrer Nähe. Wenn Sie handwerklich begabt sind, statten Sie der Online-Plattform iFixit einen Besuch ab. Was Sie dort erwartet: Tausende kostenlose Reparaturtipps und Anleitungen zu den unterschiedlichsten Geräten – vom Staubsauger bis zum Handy.

Aber auch immer mehr Unternehmen bieten Reparatur-Services an: Kommerzielle Reparaturnetzwerke machen es sich zur Aufgabe, Altgeräten neues Leben einzuhauchen. Der Reparaturführer unterstützt Umweltbewusste dabei, die passende Werkstatt für ihr kaputtes Gerät in ihrem Bundesland zu finden. Die Plattform dient auch als Website für Betriebe, welche selbst Reparaturdienste anbieten möchten.

Zukunftsperspektive: Reparaturbonus 2022

Bald lohnt sich Reparatur noch mehr: Ein bundesweiter Reparaturbonus wird nächstes Jahr eingeführt. Damit werden Reparaturen mit bis zu 50 % der Kosten und maximal 200 Euro gefördert. Konkrete Richtlinien dazu befinden sich aber derzeit noch in Ausarbeitung. Mit dieser Maßnahme gelingt ein Schritt in Richtung einer effizienten Kreislaufwirtschaft.

Erleichtert wird die die Entscheidung zur Reparatur eines Geräts auch durch die entsprechenden Förderungen der Städte und Länder.

Hier finden Sie Reparatur-Förderstellen im Überblick:

Ökodesign-Richtlinie

In Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Elektrogeräten verabschiedete die EU-Kommission Ökodesign-Richtlinien. Dabei liegt ein Fokus auf Reparatur-und Recycling-Fähigkeit. Dank der neuen Richtlinien dürfen nur mehr leicht reparierbare Haushaltsgeräte angeboten werden. Die Hersteller müssen dann garantieren, dass die Geräte selbständig von den Benutzer:innen zu Hause repariert werden können und Ersatzteile verfügbar sein müssen. Außerdem darf für die Reparatur auch kein spezielles Werkzeug nötig sein. Je nach Gerät gilt diese Garantie bis zu zehn Jahre lang.

Veröffentlicht am 28.09.2021