Wie man in der Küche Strom sparen kann

Weihnachten steht vor der Tür, Corona hat uns quasi Hausarrest verordnet – was liegt da näher, als sich etwas in der Küche auszutoben, Kekse bis zum Umfallen zu backen, und vielleicht auch ein paar neue Rezepte auszuprobieren? Damit sich die Stromkosten dennoch in einem überschaubaren Rahmen bewegen, haben wir einige Tipps gesammelt, wie man beim Kochen und Backen Energie sparen kann.

In der Küche herrscht Hochbetrieb. Auf Grund der Corona-Krise kann man derzeit nicht mehr auswärts essen gehen, weder am Abend, noch in der Mittagspause. Und da es vom Home Office meist nicht weit bis zur Küche ist, liegt es nur allzu nahe, sich eine Kleinigkeit zu kochen – auch wenn es, aus Zeitgründen, nur ein Fertiggericht aus der Tiefkühltruhe ist. Außerdem steht Weihnachten vor der Tür, und auch wenn man heuer nur im engsten Familienkreis feiern kann, dürfen Kekse und Vanillekipferln auf gar keinen Fall fehlen. Was dem Bauch und der Seele gut tut, kann sich aber ganz schön heftig in der Stromrechnung niederschlagen. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man in der Küche mit der Energie besser haushalten kann.

Vorheizen und Restwärme

Als allererstes: Bei Fertiggerichten nicht penibel an die Gebrauchsanweisung halten! Meist ist da von einem „vorgeheizten Backrohr“ die Rede, was in der Praxis aber nicht notwendig ist, sondern nur Strom vergeudet. Die Tiefkühlpizza oder die Lasagne können von Anfang an im Rohr sein, sie müssen dann zwar vielleicht ein paar Minuten länger drinnen bleiben, aber bei weitem nicht um so viel länger, als es dauert, bis das Backrohr tatsächlich die vorgegebene Temperatur erreicht hat. Und umgekehrt kann man das Rohr auch etwas früher abschalten, als man das Essen herausholt, denn mit der Restwärme brutzelt es auch noch ganz schön weiter – und das ganz ohne weitere Energiezufuhr.

Übrigens kann es, je nach baulichen Gegebenheiten, auch sehr angenehm sein, nach dem Backen oder Braten das Rohr zum Abkühlen offen stehen zu lassen… Dann wird die Küche nämlich auch gleich noch ein bisschen mit der Restwärme mitgeheizt.

Je kleiner, desto besser

Wobei zu überlegen ist, ob es wirklich immer das Backrohr sein muss. Um etwa nur eine Semmel aufzubacken, ist man mit dem Toaster wesentlich besser bedient, es geht nicht nur schneller, sondern ist auch sparsamer. Generell kann man sagen, je kleiner ein Küchengerät ist, desto weniger Strom verbraucht es. Deshalb ist es beim Kochen von beispielsweise Nudeln auch effizienter, das Wasser nicht von Anfang an in einem Topf auf der Herdplatte zu erhitzen, bis es kocht, sondern es in einem Wasserkocher zum Brodeln zu bringen, und erst dann in den Topf umzufüllen.

Bei der Topfgröße gilt übrigens dasselbe: Je kleiner, desto effizienter. Und man sollte darauf achten, dass der Topf und das Kochfeld von der Größe her zusammenpassen. Ein kleiner Topf auf einer großen Platte vergeudet nur Strom. Wenn der Herd die Möglichkeit bietet, wahlweise nur das Innere eines Feldes aufzuheizen, sollte man diese Funktion auch wirklich nützen.

Zusätzlich lässt sich noch Strom sparen, wenn man einen Topf mit Deckel benutzt. Der Großteil der Wärme bleibt dann im Topf, sodass die Speise wesentlich schneller gar ist. Wie schon beim Backrohr kann man auch bei der Herdplatte Energie sparen, wenn man nicht bis zum Schluss mit voller Leistung arbeitet, sondern die Temperatur schon vorher herunterregelt und der Restwärme den Rest der Arbeit überlässt.

Eintopfgerichte

Dass man umso weniger Strom braucht, umso weniger Herdplatten im Betrieb sind, versteht sich von selbst. Deshalb sind Eintopfgerichte, bei denen, wie es der Name schon sagt, alles in einem Topf gekocht wird, auch besonders energieeffizient. Und dank der Vermischung der Aromen auch besonders schmackhaft. In der asiatischen Küche sind, wenn es schnell gehen soll, die so genannten Instant-Nudeln, bei denen Nudeln, Fleisch, Gemüse und Gewürze schon fertig zusammengemengt in einem Päckchen angeboten werden und dann nur noch in einem kleinen mit Topf Wasser aufgekocht werden müssen schon lange ein Renner… und trotz des hierzulande vielleicht nicht so guten Rufes ganz ausgezeichnet schmecken können. Und ganz nebenbei muss nach einem Eintopf-Gericht auch deutlich weniger Geschirr gespült werden, was abermals die Stromkosten im Haushalt reduziert.

High Tech (nicht nur) für Küchenmuffel

In den letzten Jahren erfreuen sich auch Multifunktions-Küchenmaschinen wachsender Beliebtheit. Vor allem in kleinen Küchen spart man sich viel Platz, wenn nicht nur Mixer und Knetwerk in einem Gerät vereint sind, sondern man mit derselben Maschine auch gleich Kochen, Garen oder Braten kann. Ganz billig sind derartige Geräte nicht, und der Umgang damit ist am Anfang auch etwas gewöhnungsbedürftig, sie haben aber einen nicht zu übersehenden Zusatznutzen: Mitbewohner, die von der Arbeit in der Küche nicht so begeistert sind, lassen sich durch technische Spielereien wie ein integriertes Online-Kochbuch, das den Hobbykoch Schritt für Schritt durch die Rezepte führt, vielleicht dazu ermutigen, wenn nicht gar dazu verführen, auch selbst einmal für das Abendessen zu sorgen. Im Vergleich zum „normalen“ Küchenequipment sind diese All-in-One-Wunder auch noch sehr energieeffizient.

Weihnachtskekse ohne Backen

Wer für Backen nicht viel übrig hat, muss übrigens auch nicht auf selbstgemachte Weihnachtskekse verzichten… Es geht auch ganz ohne Backrohr, was Zeit, und letztendlich auch wieder Strom spart.

Man benötigt dazu:

  • 350 Gramm Erdnussbutter
  • 275 Gramm Zucker
  • 160 Gramm Haferflocken
  • 75 Gramm Butter
  • 80 Milliliter Milch
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 2 EL Kaokaopulver
  • 1 Prise Salz
  • 70 Gramm Erdnüsse

Anleitung: Zucker, Butter, Kakaopulver, Milch und eine Prise Salz werden zusammengerührt und in einem kleinen Topf erhitzt. Nachdem die Masse etwa eine Minute lang gekocht hat, wird der Topf vom Herd genommen. Nun fügt man die Haferflocken, die Erdnussbutter, und etwas Vanille-Extrakt dazu, verrührt das Ganze, und streut Erdnusshälften (können auch gesalzene Erdnüsse aus der Dose sein) dazu. Abschließend verrührt man die Masse noch einmal, und formt dann mit einem Esslöffel Kekse daraus. Die Kekse auf einem Teller entweder im Kühlschrank, oder – falls vorhanden – auf dem Balkon abkühlen lassen, und dann genießen. Die Kekse, die nicht sofort vernascht werden, sollten dann an einem kühlen Ort aufbewahrt werden.

 

Veröffentlicht am 16.12.2020