Outdoor-Spaß: Nachhaltig durch den Sommer

Im Freien genossen ist der Sommer gleich noch viel schöner. Noch viel mehr Outdoor-Spaß gibt’s dann, wenn man weiß, dass man auch in punkto Nachhaltigkeit alles richtig macht.

Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch das dringende Bedürfnis, den eigenen – womöglich sogar ziemlich heißen – vier Wänden zu entfliehen. Outdoor ist angesagt. Gleichzeitig will man aber auch nicht auf die zahlreichen Annehmlichkeiten verzichten, die es eben nur in der Wohnung gibt – Steckdosen zum Beispiel. Vor allem seit das Smartphone zum unverzichtbaren Begleiter bei Spiel und Sport geworden ist, ist die Frage nach der Akkulebensdauer eine geradezu existenzielle geworden. Schließlich will man seine sportlichen Aktivitäten – beziehungsweise das eine oder andere Selfie im Lauf- oder Fitness-Outfit– gleich mit seinen Freunden teilen. Damit der Akku nicht in diesen entscheidenden Momenten schlapp macht, gibt’s so genannte Akku-Packs. Diese können einfach mitgenommen (aber zuerst aufladen!) und bei Bedarf an die Ladebuchse des Smartphones angeschlossen werden. Während man dann also noch schnell eine Runde Beachvolleyball spielt, lädt sich das Smartphone wie von Geisterhand wieder auf.  

Auch Wasser will gespart werden  

Währenddessen kümmert sich im eigenen Garten eine automatische Bewässerungsanlage darum, dass sich das satte Grün nicht in ein helles Braun verwandelt. Vor allem während längerer Trockenperioden braucht der Rasen ein wenig Unterstützung bei der Wasserversorgung. Hier sollte man aber unbedingt darauf achten, dass man es nicht übertreibt. Nicht nur, dass man mit dem wertvollen Nass überhaupt sorgfältig umgehen sollte, bedeutet eine Überbewässerung auch zusätzliche Kosten und ist ziemlich kontraproduktiv: Nur allzu schnell wird der Rasen nämlich zur wenig ansehnlichen Schlammpfütze. Bewässerungsanlagen mit Zeitschalter mögen zwar einfach und preiswert sein, auf die Dauer werden sie aber zur teuren Investition. „Inzwischen gibt es bereits Geräte, die die Bodenfeuchtigkeit, die Sonneneinstrahlung, den Niederschlag messen können und nur dann bewässern, wenn es wirklich nötig ist. Eine einfache zeitgesteuerte Anlage kann nämlich oft nicht erkennen, ob es beispielsweise regnet. Dann wird bewässert, obwohl es vielleicht gerade eben richtig schüttet“, weiß Karin Hauer von topprodukte.at. Einige dieser Modelle sind sogar übers Smartphone kontrollier- und steuerbar.    

Ein wenig „Bewässerung“ – oder anders gesagt: Erfrischung – kann auch nicht schaden, wenn man sich beim Sport so richtig ausgepowert hat. Dazu muss man dann auch nicht extra ins Badezimmer verschwinden. Solarduschen für Gärten gibt’s wie Sand am Meer – vom einfachen aber mobilen Plastikmodell, bis hin zur fix montierten Highend-Dusche mit variablem Duschkopf. Allen gemein ist die Tatsache, dass die Sonne dafür sorgt, dass das Wasser kostenlos und höchst energieeffizient aufgewärmt wird. Aber Vorsicht: Einfache Modelle haben keinen Kaltwasseranschluss und somit auch keine Temperaturregelung. Besonders an sehr sonnigen Tagen kann es hier also schnell zu gefährlichen Verbrühungen kommen. Vor dem Duschen also unbedingt immer die Temperatur kontrollieren!  

Musik- und Lichtspektakel 

Bricht erst die Dämmerung an, kommen die Gartenlampen so richtig zur Geltung. Idealerweise handelt es sich hierbei um Solar-Lampen, die ihren Energiespeicher dank integriertem Solarpanel während des Tages aufladen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen bzw. Größen. Praktischer (und kostensparender) Nebeneffekt: Sie brauchen kein Kabel bzw. Stromanschlüsse verlegen. Eingeschaltet werden sie übrigens manuell oder (noch einfacher) per Dämmerungsschalter. Voll geladen sollten sie (natürlich je nach Modell, Helligkeit und Hersteller) rund sechs Stunden oder mehr durchhalten.  

Jedenfalls genug Zeit, um den Abend am Grill ausklingen zu lassen. Nachdem den Gas- und Holzkohlen-Grills inzwischen ein eher umweltschädliches Image anhaftet – für Holzkohle wird beispielsweise oft Regenwald abgeholzt – werden inzwischen auch Grille angeboten, die mit Pellets beheizt werden. Das mag auf den ersten Blick zwar gewöhnungsbedürftig klingen, ist aber durchaus praktisch in der Anwendung. Ebenso, wie eine Grillzange mit integriertem Thermometer. Dieses bohrt sich ins Fleisch und misst die Temperatur im Inneren.  

Inzwischen sollte auch der Akku des Smartphones wieder geladen sein, was man auch gleich dazu nutzen sollte, für die passende musikalische Untermalung des Abends zu sorgen. Outdoor-Lautsprecher mit integriertem Akku können stundenlang Musik von einer Bluetooth-Quelle (Smartphone) wiedergeben. Fast alle namhaften Hersteller haben inzwischen solche Modelle im Angebot. Manche sogar komplette Lautsprechersysteme, die sich via WLAN ins Heimnetzwerk verbinden und dann gleich noch mehr Flexibilität bei der Auswahl der Musikquelle (z.B. Streaming-Dienste oder Internet-Radios) bieten.      

Auch bei Gartenmöbeln auf Nachhaltigkeit setzen  

Unglaublich gemütlich, aber in Sachen Nachhaltigkeit leider immer noch ein Stiefkind: die Gartenmöbel. Sehr beliebt sind hier nämlich Modelle aus tropischem Teakholz, da diese den starken Witterungseinflüssen sehr gut trotzen können. Teakholz wird aber leider sehr oft illegal in den Urwäldern gewonnen, was enorme Zerstörungen der dortigen Pflanzen- und Tierwelt mit sich bringt. Sollen es also unbedingt Gartenmöbel aus Teakholz (oder anderen fremdländischen Holzarten) sein, dann achten Sie unbedingt auf das FSC-Ökosiegel. FSC steht für Forest Stewardship Council. Dieses internationale Ökosiegel garantiert, dass das Holz aus umwelt- und sozialverträglicher Waldbewirtschaftung stammt. Das bedeutet, dass die Artenvielfalt im Wald erhalten bleibt und die sozialen Standards der lokalen Bevölkerung einbezogen werden.   

Zur interessanten Alternative sind zwischenzeitlich aber auch Möbel aus regionaler, heimischer Holzproduktion geworden. Robuste, heimische Holzarten müssen nicht mit chemischem Holzschutz behandelt werden und garantieren trotzdem eine lange Lebensdauer. Weitere Vorteile sind hier die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region und kurze Transportwege.  

Ebenfalls im Trend liegen Möbel aus Recycling-Holz. Teakholz gibt's nämlich auch in einer Recycling-Variante und auch für Rattan sind umweltfreundliche Möbel auf dem Markt. Passionierte Bastler schrauben sich ihre Möbel überhaupt selbst zusammen, etwa aus gebrauchten Euro-Paletten.

Veröffentlicht am 29.06.2018