Die Dunstabzugshauben

Sie sind aus Küchen kaum mehr wegzudenken. Wissenswertes zu diesem Thema und die besten Geräte finden Sie auf topprodukte.at.

Dunstabzugshauben: Gute Luft & gutes Essen

Wenn es in der Küche heißt hergeht, laufen sie auf Hochtouren. Dunstabzugshauben filtern Fett und unangenehme Gerüche aus den Kochdünsten und arbeiten dabei viel energieeffizienter als geöffnete Fenster. 

Spätestens seit offene Küchen mit Ess- und Wohnbereichen im Trend liegen, sind sie nicht mehr wegzudenken: Dunstabzugshauben reinigen die Luft beim Kochen, filtern Fettpartikel raus und sorgen dafür, dass sich der Geruch nicht in der Wohnung ausbreiten kann. Dabei arbeiten sie weitaus effektiver und energiesparender als etwa ein geöffnetes Fenster. Denn sie saugen die entstehenden Dämpfe dort ein, wo sie entstehen: direkt über bzw. neben der Kochstelle. Abgesehen davon, dass die Fensterlüftung nur dann reibungslos funktioniert, wenn die Umstände (Außentemperatur, Wind usw.) passen, kommt es bei einem geöffneten Fenster – vor allem im Winter – schnell zu einem enormen Verlust von Heizenergie. Und passen dann auch die wettertechnischen Voraussetzungen nicht, wird der Dampf sehr schnell in der ganzen Wohnung verteilt und die Wrasen, so nennt man das Gemisch aus Fett, Feuchtigkeit und Aromen, können sich in den Möbeln festsetzen.

 

Ablufthauben: Effektiv aber nicht sehr energieeffizient

Die Grundfunktion von Dunstabzugshauben ist übrigens immer gleich: die Kochdämpfe werden einsaugt und zunächst durch einen Fettfilter geleitet, der die in der Luft enthaltenen Fettpartikeln absorbiert. Was danach passiert, hängt dann von der jeweils eingesetzten Technik ab: hier stehen Abluft-, Umluft- oder eine hybride Form zur Auswahl. Am simpelsten aufgebaut ist die Ablufttechnik. Hier werden die Dämpfe (samt Gerüchen und überschüssiger Feuchtigkeit) ganz einfach durch ein Abluftrohr ins Freie geleitet. Der Nachteil ist, dass dafür ein Mauerdurchbruch notwendig ist. Das macht die Installation komplizierter und auch teurer. Außerdem geht hier im Winter viel Temperatur verloren, weil die warme Luft der Wohnung nach draußen geblasen wird. Das schlägt sich dann in den Heizkosten nieder. Vorsicht: Da eine Ablufthaube der Küche Luft entzieht, ist der gleichzeitige Betrieb einer Gastherme oder eines Kamins mitunter problematisch. Ohne ausreichende Frischluftzufuhr besteht hier die Gefahr, dass giftige Gase aus dem Kamin zurück in die Wohnung gesaugt werden und es zu einer erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration kommt. Ebenfalls ausgeschlossen ist der Betrieb von Ablufthauben in Passiv- oder Niedrigenergiehäusern – hier muss man auf Dunstabzugshauben mit Umluft zurückgreifen.

 

Umlufthauben: Feuchtigkeit bleibt erhalten

Umlufthauben saugen den Dampf ebenfalls ein, leiten die Wrasen durch Filter und führen die gereinigte Luft dann wieder zurück in die Küche. Im Gegensatz zu den Ablufthauben sind sie einfach zu installieren und brauchen keinen großen Küchenumbau. Damit die Reinigung der Luft aber trotzdem möglichst effektiv passiert, sind bei Umluftlösungen in der Regel zwei Filter im Einsatz: der bereits zuvor erwähnte Fettfilter und ein Aktivkohlefilter, der die Gerüche bindet. Beide Filter sollten auch regelmäßig gepflegt bzw. getauscht werden, um die volle Funktion sicherzustellen. Der Fettfilter, der aus einem feinmaschigen Metallgewebe besteht, kann in die Spülmaschine gegeben werden. Der Aktivkohlefilter sollte – abhängig von der Kochfrequenz – alle sechs bis 12 Monate ausgetauscht werden. Doch selbst bei bester Pflege ist ihre Leistung hinsichtlich Fettabscheidung und Geruchsreduzierung schlechter als bei Ablufthauben. Ein weiterer Nachteil von Umluftsystemen ist, dass der Luft die beim Kochen entstehende Feuchtigkeit nicht entzogen wird. Für eine ausreichende Abfuhr der Feuchtigkeit wird daher in der Küche eine Grundlüftung empfohlen. Kein Problem stellt das übrigens für Passivhäuser und andere energieeffiziente Gebäude dar, bei denen eine kontrollierte Lüftung ohnehin Bestandteil des Gebäudekonzepts ist.

Das Beste aus beiden Welten bieten übrigens die so genannten Hybridlösungen. Dabei handelt es sich um Dunstabzugshauben, bei denen die Anwender per Knopfdruck zwischen Um- und Abluftmodus wechseln können – je nachdem, was gerade benötigt wird. Natürlich treten bei diesen dann nicht nur die Vor-, sondern eben auch die Nachteile der jeweiligen Variante auf. Besonders im Trend liegen derzeit übrigens auch Dunstabzüge, die direkt in die Arbeitsplatte integriert werden – so genannte „Dunstabzüge nach unten“. Ob als herausfahrbares Downdraft-Modell, als hinter oder neben der Kochstelle platzierter Tischlüfter oder als Kochfeld mit integrierter Muldenlüftung gestaltet, sehr oft kommen diese Varianten bei Kochinseln zum Einsatz. Technisch gesehen sind sie mit den Umluft-Modellen vergleichbar.

 

So finden Sie die passende Dunstabzugshaube

Die Wahl der richtigen Dunstabzugshaube hängt selbstverständlich in erster Linie von den baulichen Gegebenheiten der Küche ab. Gibt es beispielsweise keinen Mauerdurchbruch, ist eine Ablufthaube ziemlich fehl am Platz. Achten Sie beim Kauf außerdem auf einen möglichst niedrigen Stromverbrauch: die energieeffizientesten Wand- und Inselessen finden Sie – wie gewohnt – in unserer bewährten topprodukte-Liste. Das Label für Energiekennzeichnung verrät Ihnen übrigens nicht nur den Energieverbrauch, sondern informiert auch über Effizienz der Luftabsaugung, Fettabscheidung, Beleuchtung und über die Lärmemissionen der Geräte. In jedem Fall sollte das Gerät einen energieeffizienten Ventilator besitzen. Als Richtwert für Ablufthauben können 0,40 W/(m3/h) und für Umluft-Hauben 0,45 W/(m3/h) herangezogen werden. Auch ein netztrennender Ausschalter sollte vorhanden sein.

Toppprodukte-Tipp: Achten Sie unbedingt auch auf die Geräuschemissionen des Gerätes. Diese sollten im Abluftbetrieb 62 dB(A) und im Umluftbetrieb 67 dB(A) nicht überschreiten. Für die Wahl der maximalen Luftfördermenge einer Umluft-Haube gibt es außerdem eine Faustformel: m2 x Raumhöhe x zehn.

 

 

 

Veröffentlicht am 11.03.2020