Gebäudebewertungssysteme im Vergleich 2016

Green- oder Blue-Buildings – Bronze-, Silber-, Gold-, und Platin-Gebäude: Der klimaaktiv Gebäudestandard und die Kompatibilität mit anderen Gebäudebewertungssystemen.

GREEN- ODER BLUE BUILDINGS – BRONZE-, SILBER-, GOLD- UND PLATIN GEBÄUDE: in den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Gebäudebewertungssysteme sowohl international als auch national etabliert. Bei aller Vielfalt der Bewertungsansätze und thematischen Ausrichtung ist ihnen der Anspruch gemeinsam, Aspekte der Nachhaltigkeit von Gebäuden vergleichbar abzubilden und Gebäude gegenüber anderen qualitativ abzugrenzen.

Welcher Bewertungsansatz für BauherrInnen, ImmobilienentwicklerInnen und InvestorInnen der passende ist, hängt stark von unternehmerischen Zielen ab: sollen die Bewertungskriterien für die Planung und Ausführung von Neubauprojekten und Sanierungen leitend sein? Liegt der Fokus auf der Optimierung des Gebäudebetriebs oder geht es vorrangig um Marketingeffekte?

Zunehmend wird Seitens der BauherrInnen an ArchitektInnen und PlanerInnen die Anforderung gestellt, im Rahmen der beauftragten Leistungen eine Nachhaltigkeitszertifizierung zu koordinieren bzw. mit zu liefern. In Österreich werden derzeit folgende Bewertungssysteme angeboten:

  • klimaaktiv Gebäudestandard – Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
  • TQB (Total Quality Building) - ÖGNB (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)
  • DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) Aus Deutschland kommend, in Österreich von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) vertreten
  • EU Green Building, von der Europäischen Kommission kommend
  • BREEAM, aus Großbritannien kommend
  • LEED, aus den USA kommend

Durch die unterschiedlichen Wurzeln der einzelnen Bewertungssysteme, deren inhaltliche Schwerpunktsetzungen, nationale wie internationale Marktpräsenz oder die für die Zertifizierung anfallenden Kosten unterscheiden sich diese Systeme wesentlich.

Einen detaillierten Vergleich der einzelnen Systeme am Markt, Tipps für AnwenderInnen und weiterführende Links finden Sie in der Publikation:

Veröffentlicht am 02.11.2016