Klosterneuburg strebt nach klimaaktiv Gold

Der Gemeinderat von Klosterneuburg hat mit „klimaaktiv Gold-Standard“ strenge Regeln für den Neubau und die Sanierung von Gemeindegebäuden beschlossen.

Im Klosterneuburger Gemeinderat wurde im Juni 2017 die Teilnahme am „e5“, dem europäischen Energie- und Klimaschutzprogramm beschlossen. Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) berichtet: „Mit der Teilnahme am e5 Programm für energieeffiziente Gemeinden bekennt sich die Stadtgemeinde aktiv zum Klimaschutz und stellt sich dem nationalen und internationalen Vergleich. Ziel des e5 Programmes ist es, langfristige Klimaschutzmaßnahmen zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren.“

Das e5 Team, bestehend aus Vertretern aller im Gemeinderat vertretenen Parteien und der Verwaltung, hat sich neben der Organisation des Tages der Elektromobilität im September in den letzten Monaten mit der Energieeffizienz von Gemeindegebäuden beschäftigt.

Vizebürgermeister und e5 Teamleiter Mag. Roland Honeder (ÖVP): „Die sauberste Energie ist die, die wir erst gar nicht verbrauchen. Aus diesem Grund war es dem e5 Team wichtig, bei den Gemeindegebäuden möglichst nachhaltig mit Energie umzugehen und bei den Baustoffen auf die Ökologie Wert zu legen. Mit dem „klimaaktiv Gold-Standard“ des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) wurde nun ein sehr ambitionierter Beschluss gefasst, um diese Ziele zu erreichen.“ Der klimaaktiv Gebäudestandard ist ein zukunftsorientiertes Instrument, das klare Vorgaben gibt und gleichzeitig optimierte Planbarkeit und Umsetzungscontrolling für nachhaltiges Bauen und Sanieren ermöglicht.

Schon 2010 wurde im Bereich Klimaschutz in einem ersten Schritt die Anwendung des Pflichtenheftes des Landes NÖ „Energieeffizienz für öffentliche Neubauten bzw. zu sanierende öffentliche Gebäude“, die sich im Besitz der Stadtgemeinde Klosterneuburg befinden, beschlossen, um dem Gedanken der Energieeffizienz Rechnung zu tragen.

Umweltgemeinderat und e5 Energiereferent Leopold Spitzbart (ÖVP) erzählt stolz: „Klosterneuburg ist die erste Gemeinde in Niederösterreich, die sich mit einem Gemeinderatsbeschluss dazu verpflichtet hat, bei Neubauten oder Sanierungen den „klimaaktiv Gold-Standard“ einzuhalten. Österreichweit haben erst 11 Gemeinden beschlossen die „klimaaktiv Kriterien“ für Gebäude einzuhalten. In Klosterneuburg wurde bereits ein Laborgebäude bei der IST-Austria im Gold-Status errichtet, ein zweites Gebäude wird zur Zeit gebaut. In Kierling wurde ein Mehrfamilienhaus aus den 70er Jahren nach den klimaaktiv-Gold-Status-Kriterien saniert.“

Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager abschließend: "Aufgrund der Tatsache, dass die Energiekosten laufend steigen und die Rohstoffe immer knapper werden, ist ein nachhaltiger und effektiver Umgang mit den Energieressourcen auch auf Gemeindeebene unumgänglich. Künftig wird nun schon bei der Planung von Neubauten bzw. der Sanierung von Gebäuden, die in Gemeindebesitz sind, die Energieeffizienz besonders berücksichtigt. Die e5 Gemeinde Klosterneuburg wird mit dem Bekenntnis zum nachhaltigem und ökologischen Bauen und Sanieren nicht nur bares Geld sparen können, sondern auch den Nutzern der Objekte mehr Lebensqualität bieten.“

klimaaktiv Gebäude erfüllen schon heute zukünftige Anforderungen

Der klimaaktiv Gebäudestandard des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ist das europaweit erfolgreichste und gleichzeitig anspruchsvollste Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, denn er definiert die im internationalen Vergleich strengsten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz. Er ist somit ein idealer Leitfaden, um klimafreundliches, ökologisches und behagliches Wohnen sowie Arbeiten zu garantieren – sei es im Falle eines Neubaus oder einer qualitativ hochwertigen Sanierung.

Den klimaaktiv Gebäudestandard gibt es für Wohngebäude und verschiedene Dienstleistungsgebäudetypen jeweils für den Bereich Neubau und Sanierung. Alle Kriterienkataloge sind nach einem 1.000- Punkte-System aufgebaut, anhand dessen die Gebäude rasch bewertet und verglichen werden können, zudem ermöglicht die Bewertung anhand standardisierter Kriterien Messbarkeit und Transparenz.

Die Bewertung der Gebäude nach dem klimaaktiv Kriterienkatalog erfolgt mit BRONZE, SILBER und GOLD in drei Qualitätsstufen.

Veröffentlicht am 19.11.2018