Bildungsbauten in Österreich setzen auf hohe Qualitätsstandards bei Ökologie und Energieeffizienz

2,4 Milliarden Euro – diesen Betrag will die Bundesregierung in den nächsten Jahren in Österreichs Schulen investieren. Damit einher gehen auch 270 neue Bauprojekte, die nach hohen ökologischen Gesichtspunkten und energieeffizient zu planen sind. Bereits Anfang des Jahres hat die BIG daher einen konzernweiten nachhaltigen Mindeststandard festgelegt und stellt damit sicher, dass alle zukünftigen Projekte den klimaaktiv Silber Standard erreichen. Das ist ein Meilenstein für nachhaltige Bundesbauten.

Dem Gebäudesektor kommt auf dem Weg in ein klimaneutrales Österreich eine besondere Bedeutung zu, wirken doch heute getroffene Entscheidungen noch jahrzehntelang nach. Egal ob Schul- oder Bürogebäude, Universität oder Wohnhaus, Neubau oder Sanierung – jedes Bauprojekt sollte daher ökologische, klimafreundliche und energieeffiziente Standards anstreben. Mit dem klimaaktiv Gebäudestandard des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) steht dafür das europaweit erfolgreichste und gleichzeitig anspruchsvollste Gütesiegel für nachhaltiges Bauen zur Verfügung.

Höchste Standards für klimaschonendes Bauen und Sanieren

So erfüllen Gebäude, die nach dem klimaaktiv Standard geplant und errichtet werden, die höchsten Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz, verwenden umweltverträgliche Baustoffe und überzeugen durch ihre Raumluftqualität, Gesundheitsaspekte und Komfort. Darüber hinaus wird die Verwendung von erneuerbarer Energie forciert, sowie auf wirtschaftliche Aspekte und die Standortqualität des Gebäudes geachtet. Damit bietet klimaaktiv ein umfassendes System zur Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes. Alle Kriterienkataloge sind nach einem 1.000-Punkte-System aufgebaut, anhand dessen die Gebäude rasch bewertet und verglichen werden können. Die Bewertung der Gebäude nach dem klimaaktiv Kriterienkatalog erfolgt mit Bronze, Silber und Gold in drei Qualitätsstufen.

Holistic Building Program der BIG und klimaaktiv als Meilenstein für Bundesbauten

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) greift schon seit Jahren regelmäßig auf den klimaaktiv Gebäudestandard zurück. Seit Jänner 2020 gibt es einen verpflichtenden nachhaltigen Mindeststandard für alle Neubauten und Generalsanierungen des BIG Konzerns. Das Holistic Building Program (HBP) geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und stellt sicher, dass alle Projekte der BIG und ihrer Tochter ARE mindestens dem klimaaktiv SILBER-Standard entsprechen müssen. Mit jährlich rund 25 Neubauten und Sanierungsprojekten und einem Auftragsvolumen von rund 380 Mio. Euro hat der BIG Konzern eine große Gestaltungschance. Durch die Umsetzung des Mindeststandards werden die CO2-Emissionswerte deutlich reduziert, klimaschädliche Baustoffe vermieden und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forciert.

Mindeststandards sind auch im neuen Schulentwicklungsprogramm 2020 definiert

Mit dem Schulentwicklungsprogramm 2020 wurde dieser Mindeststandard auch in konkrete Zahlen gegossen. Die Bundesregierung investiert in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Österreichs Schulen. Österreichweit wird es damit rund 270 Bauprojekte an den Bundesschulen geben. Die Einhaltung der ökologischen Standards bei Neubauten und Sanierungen wird mit dem HBP Standard der BIG und damit mit dem klimaaktiv Gebäudestandard des BMK als Mindeststandards gewährleistet. Ziel ist das Erreichen von 750 klimaaktiv Punkten (Silber) von max. 1000 möglichen Punkten.

Renommierter Gebäudestandard für alle zugänglich

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open Source Prinzip für alle Interessierten, für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Da Qualitäten und Mindestanforderungen exakt definiert sind und jedes klimaaktiv Gebäude mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht wird, wird maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte, können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Veröffentlicht am 10.06.2020