Vorteile der Elektromobilität

Elektromobilität ist mit einer Vielzahl von positiven Aspekten verbunden, die sich vom Einsatz herkömmlicher Fahrzeuge mit Benzin- bzw. Dieselmotoren unterscheiden.

Die E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien ist eine vielversprechende Alternative, um die Abhängigkeit des Verkehrs von Mineralölimporten zu verringern und langfristig eine Energieautarkie mittels Erneuerbaren Energien aus heimischer Produktion zu ermöglichen.

Durch die mit 1.1.2016 in Kraft getretene Steuerreform haben sich hinsichtlich Elektroautos („Null-Emissionsfahrzeuge“, also rein batterieelektrische Pkw, keine Plug-In Hybride oder Hybride) zwei weitere erhebliche Steuererleichterungen ergeben:

Sachbezugsbefreiung

Für die Privatnutzung von Firmenfahrzeugen fällt der Sachbezug (von 1,5-2%, je nach Fahrzeug) auf Null.

Vorsteuerabzugsberechtigung

E-Pkw sind ab sofort auch vorsteuerabzugsfähig, wenn sie als Firmenfahrzeug angeschafft werden.

Zusätzlich dazu zeichnet sich die E-Mobilität durch folgende Vorzüge aus:

Höhere Energieeffizienz

Elektromotoren zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Sie arbeiten 3–4 mal effizienter als Verbrennungsmotoren und senken damit den Energieverbrauch.

Weniger Emissionen

Wird der Energiebedarf der Elektrofahrzeuge mit erneuerbarer Energie aus Wind, Wasser, Biomasse oder von der Sonne (Photovoltaik) gedeckt, ist das Elektroauto wesentlich umweltfreundlicher als herkömmliche Autos:

  • Je nach Energiequelle bis zu 80% weniger Treibhausgase (CO2)
  • Insgesamt weniger Schadstoffemissionen (Feinpartikel,CO, NOx, SO2)
  • Elektromotoren sind sehr leise und verursachen deutlich weniger Lärm

Durch die höhere Energieeffizienz der Elektroantriebe ist es möglich, den Gesamtenergieeinsatz des Verkehrssektors zu reduzieren.


Hohe Anfahrtsbeschleunigung

Elektromotoren erreichen ein wesentlich höheres Anfahrtsdrehmoment als Verbrennungsmotoren und sind dadurch gerade beim Wegfahren und Beschleunigen in niedrigen Geschwindigkeiten besonders leistungsfähig!

Rekuperation

Bei Elektrofahrzeugen kann Energie beim Bremsen gewonnen werden, indem der Motor als Generator betrieben und die produzierte Energie in der Batterie gespeichert wird. Bei zweispurigen Elektrofahrzeugen sind Einrichtungen zur Rückgewinnung der Bremsenergie bereits seit langem im Einsatz und stellen damit eine erprobte Technologie dar. Auch bei einspurigen Elektrofahrzeugen wird dieses Prinzip immer häufiger angewendet.

Erneuerbare Energien

Die Energie für die Elektromobilität kann aus verschiedenen Quellen, idealerweise vor allem aus erneuerbarer Energie wie Wind, Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik gewonnen werden. Der Strom in Österreich wird heute schon zu ca. 65 % aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Dieser Anteil soll in den nächsten
Jahren kontinuierlich ausgebaut werden.


Weniger Ölabhängigkeit

Der Strom für die Elektromobilität kann aus vielen verschiedenen, insbesondere erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Diese Diversifizierung der Energieträger für die Mobilität führt zu einer breiteren Ressourcenbasis, wodurch die Energieversorgung flexibler gestaltet werden kann und weniger anfällig für Störungen und Preisschocks ist. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, insbesondere Öl, verringert sich.


Green Jobs

Für die Stromaufbringung können heimische Ressourcen genutzt werden. Dadurch werden beim Wechsel vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität Impulse für die heimische Wertschöpfung gesetzt, wodurch auch Arbeitsplätze (green jobs) geschaffen werden. Auch die heimische Autoindustrie konzentriert sich zunehmend auf das Zukunftsthema Elektromobilität und wird hier neue Aufgabenfelder und damit heimische Wertschöpfung schaffen können.


Niedrige Betriebskosten

Durch den niedrigeren Energiebedarf sind die Betriebskosten deutlich geringer als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Der Strom für 100 km mit einem Elektroauto bei einem Durchschnittsverbrauch von 15 kWh / 100 km kostet damit lediglich ca. EUR 3,- bzw. EUR 300,- für den Jahresbetrieb mit 10.000 km. Auch die Wartungskosten sind geringer als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Elektromotoren haben außer dem Rotor und dem Untersetzungsgetriebe keine beweglichen Teile und haben daher einen geringen Verschleiß und sind beinahe wartungsfrei. Durch die Rekuperation wird die mechanische Bremse wenig beansprucht. Außerdem entfällt die bei fossil angetriebenen Fahrzeugen erforderliche Abgasnachbehandlung bei Elektrofahrzeugen zur Gänze.


Weniger Abgaben

Elektrofahrzeuge sind sowohl von der NOVA (Normverbrauchsabgabe) als auch von der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen.

 

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten für ein Elektrofahrzeug liegen derzeit noch 30–50 % über den Kosten eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Um die hohen Kosten abzufedern, bieten das klimaaktiv mobil Förderungsprogramm sowie einzelne Bundesländer und Gemeinden finanzielle Unterstützung. Zusätzlich haben bereits einige Anbieter attraktive Leasingmodelle in ihrem Portfolio.


Reichweite

Elektroautos schaffen derzeit maximale Distanzen von 150 bis 200 km (z. B. Mercedes E-Cell), der Tesla Roadster sogar 340 km. Elektrofahrzeuge sind damit grundsätzlich für kurze und mittlere Distanzen prädestiniert. Mit einer Reichweite von 100 km können aber schon heute 98 % der Pkw-Fahrten in Österreich bewältigt
werden. Auf langen Distanzen ist vor allem die Bahn mit angeschlossener Carsharing-Möglichkeit ein wichtiger Partner der Elektromobilität. 14 m2 Photovoltaik reichen, um jedes Jahr 10.000 km mit dem Elektroauto zu fahren. Ein Windrad (Leistung 2 MW) kann eine Flotte von 2.800 Pkw bzw. 20.000 Elektroscootern mit Strom versorgen.
 

Veröffentlicht am 01.09.2016