Radgipfel 2012
Unter dem Motto "Grenzen überwinden" fand der Österreichische Radgipfel 2012 dieses Jahr im niederösterreichischen Perchtoldsdorf statt. Vom 26. bis 27. März erwartete die 300 BesucherInnen ein abwechslungsreiches Programm zum Radverkehr.
Veranstaltet wurde die zweitägige Tagung von der Energie- und Umweltagentur NÖ.Umweltminister DI Niki Berlakovich zeichnete Gemeinden und Betriebe aus, die im Rahmen von klima:aktiv mobil vorbildhafte Projekte für die Steigerung des Radverkehrsanteils umgesetzt haben.
Die TeilnehmerInnen beschäftigten sich am Radgipfel 2012 auf Burg Perchtoldsdorf mit der Frage, wie mit dem Rad Grenzen überwunden werden können: Grenzen auf der Landkarte, Grenzen der technischen und planerischen Machbarkeit, vor allem aber auch Grenzen im Kopf. Highlights der Veranstaltung waren unter anderem:
• Extremsportler Christoph Strasser, Gewinner des 5000 km „Race Across America“, er berichtete über den Kampf, geistige und körperliche Grenzen zu überwinden und behandelte in seinem Vortrag auch die Chancen des Scheiterns.
• Die Überwindung von kulturellen Grenzen war Thema des Vortrags von Mag. Christoph Ulbrich, Grandtour. Für ihn ist das Reisen mit dem Rad die moderne Version der Bildungsreise – nur wer Menschen und Kulturen auf gleicher Augenhöhe begegnet, bekommt auch wirklich einen realistischen, nicht an der Oberfläche endenden Einblick in deren Alltagswelt.
• Dr.in Anne-Katrin Ebert vom Technischen Museum Wien behandelte in ihrem Referat „Fahrradkultur einst und jetzt“ die Gründe für steigende oder fallende Popularität des Fahrrads im Alltagsverkehr und analysierte, warum z.B. Dänemark und die Niederlande als „Radnationen“ gelten.
• Thomas Krag als Vertreter der Stadt Kopenhagen präzisierte in seinem Vortrag „Erfolgsmodell Kopenhagen“ radfördernde Maßnahmen: Baulich getrennte Einbahnwege an Hauptverkehrsadern, Verkehrsbrücken für RadlerInnen und FußgängerInnen zur Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit, „Superradwege“ mit weniger Stopps und vieles mehr.
• Rosa Rausch von der Fairkehr GmbH betonte, dass es beim Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel vor allem mit alten Gewohnheiten aufzuräumen gilt und das teilweise auch schon passiert: Laut einer aktuellen Studie ist die Bindung an das Auto bei jungen Menschen deutlich lockerer als bei älteren: 80% der 20- bis 29-Jährigen geben den Öffis in der Stadt eindeutig den Vorrang.
• Diesen Trend und die steigende Nachfrage nach umfassenden Mobilitätsangeboten bestätigte auch DI Oliver Schmerold, Generalsekretär des ÖAMTC: Der Autofahrerclub entwickelt sich immer mehr zu einem Mobilitätsclub mit den unterschiedlichsten Serviceangeboten für seine Mitglieder.
Eine ausführliche Nachberichterstattung finden Sie ab 30. März online auf: www.enu.at/radgipfel
Veranstaltet wurde die zweitägige Tagung von der Energie- und Umweltagentur NÖ in Kooperation mit dem Lebensministerium, klima:aktiv mobil, dem RADLAND NÖ, der Österreichischen Forschungsgesellschaft sowie der Niederösterreichischen Versicherung.
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Österreichweiter Radgipfel 2012 (PDF 227,17 kB )
28.03.2012


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