klima:aktiv Plakettenverleihung: Eröffnung der Höheren Schule für Forstwirtschaft in Bruck a. d. Mur
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ist mit rund 2.800 Objekten einer der größten Liegenschaftseigentümer und einer der wichtigsten Bauträger in Österreich. Öffentliche Gebäude haben besondere Vorbildfunktion und die BIG hat ihren ersten Schulbau in der Steiermark im klima:aktiv Standard realisiert.
Das von der Ziviltechniker GmbH Hussa-Kassarnig geplante Gebäude hat 760 klima:aktiv Punkte erreicht. Nachhaltigkeit, ökologischer Umgang mit Baumaterialien und der sparsame Energieverbrauch werden vorgelebt und somit beispielgebend den SchülerInnen, MitarbeiterInnen, und BesucherInnen des Hauses vermittelt.„Die österreichische Forstwirtschaft ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte und spielt im ländlichen Raum eine wichtige Rolle. Bildung ist ein wichtiges Mittel, um die Herausforderungen, die im ländlichen Raum auf uns zukommen werden, bewältigen zu können. Die Forstschule Bruck ist nun mit dem neuen Zu- und Ausbau ein doppeltes Vorbild. Neben der einzigartigen Ausbildung, um die wie von vielen Ländern beneidet werden, ist nun auch das Gebäude selbst ein umweltfreundliches Passivhaus und entspricht den klima:aktiv Anforderungen“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich.
Nach rund zwei Jahren wurde der Um- und Zubau der HBLA vor kurzem fertiggestellt. Gemäß dem Credo der Schule „Bildung braucht Wurzeln“, erfahren rund 400 Schülerinnen und Schüler diese symbiotische Verbindung von Tradition und Innovation nicht nur in Form der Lehrinhalte, sondern auch durch ihr Schulgebäude. Zwischen bestehendem Schulgebäude und Internat wurde nämlich ein drei Geschoße umfassender Zubau errichtet, der die beiden „alten“ Teile miteinander verbindet.
Durch diesen Zubau sowie Umbau des Bestandes wurde die bestehende Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck/Mur als zeitgemäße Spezialausbildungsanstalt für Forstberufe in baulicher Qualität und Ausstattung saniert und erweitert. Der Holzbau dient als Imageträger der Schule. Holz als nachwachsender Baustoff findet hier neben der Konstruktion auch zur Aufwertung der Räume Verwendung, dabei wurde auch der konstruktiven Holzschutz (Vordächer schützen die Holzfassaden) berücksichtigt. Der 3-geschoßige Schulzubau zwischen Bestandsschulgebäude und Bestandsinternat, sowie die Internatsaufstockung im 3. OG wurden als Holzbau mit kleineren Bereichen in Stahlbeton errichtet, die Flachdächer wurden zur Klimastabilisierung des Bauwerkes extensiv begrünt. Nachhaltig verfügbare sowie baubiologische und bauökologische unbedenkliche Baustoffe und Baukonstruktionen kamen zum Einsatz.
Das Gebäude wird mit Nahwärme aus Biomasse versorgt. Darüber hinaus dienen die thermischen Solarkollektoren am Dach der Internatsaufstockung zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung. Ein Wärmetauscher schickt im Sommer die überschüssige Energie ins Nahwärmenetz. Photovoltaikpaneele wurden sowohl an Dach- als auch an Fassadenflächen angebracht. Das Gebäude ist mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die neben den innenliegenden Räumen auch die Klassenzimmer und den Turnsaal kontrolliert be- und entlüftet. Eine Vorkonditionierung der Luft für die Klassen erfolgt über einen Soleerdwärmetauscher, der unter dem Sportplatz verlegt wurde.
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30.01.2012


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