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Haus W. Nordsiedlung
Foto: Haus W. Nordsiedlu...

klima:aktiv Gebäude erhält den NÖ Holzbaupreis 2011

Bauen mit Holz leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Rationalität. Unter diesen Vorgaben wurde der NÖ Holzbaupreis heuer bereits zum zwölften Mal vergeben. Heuriger Preisträger ist das klima:aktiv deklarierte Haus W. Nordsiedlung. Dies zeigt, dass ökologisches, nachhaltiges und energieeffizientes Bauen im klima:aktiv Gebäudestandard herausragende Gebäude hervorbringt.

Das Haus W. Nordsiedlung ist eine höchst gelungene Werbung für den Holzbaupreis und den klima:aktiv Gebäudestandard. „Wenn die erste Überraschung, dieses originelle Holzhaus im vorstädtischen Siedlungskontext anzutreffen, überwunden ist, zieht einen der rücksichtsvolle Umgang mit dem Bauplatz, in den dieses Haus mit einer Fülle von Gestaltungsambitionen integriert ist, in seinen Bann. Besonders die haptische Gestaltung der Fassade kombiniert mit der überraschenden Setzung der Öffnungen als folgerichtiger Ausdruck eines komplexen Raumgefüges erweitert die Gestaltungspalette von Holzfassaden und nimmt einen unmittelbar für dieses wunderbare Haus ein. Die erfolgte klima:aktiv Deklaration ist auch bei diesem ausgezeichneten Gebäude eine zusätzliche Bestätigung, dass der moderne Holzbau die ideale Grundlage für energieeffizientes und ökologisches Bauen auf höchstem Niveau darstellt“, so ein Auszug aus dem Juryprotokoll.
 
Aus klima:aktiv Sicht wäre noch zu ergänzen, dass dieses Passivhaus neben der architektonischen Qualität auch technisch sehr durchdacht ist. Das nicht unterkellerte Gebäude steht auf einer vollständig gedämmten Betonplatte, die auch als Solarspeicher in der Heizperiode verwendet wird. Der Restheizenergiebedarf sowie die nicht solar gedeckte Warmwasserbereitung wird durch einen zentralen Stückholzofen im Wohnzimmer gedeckt. Die Zuluft für die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung wird über zwei Erdkollektorrohre aus unterschiedlichen Materialen angesaugt, um mehr über den Einfluss des Rohrmaterials auf die durchströmende Luft zu erfahren.
 
Bei der Auswahl der Materialien wurde auf wenige natürliche Baustoffe gesetzt: Lärchenholz für Türen, Fenster, Böden, Massivholzdecken und Fassade, Lehmputz und Gipsfaserplatten für die Wände. Um die Fassade auch trotz stark unterschiedlich ausgebildeter Dachvorsprünge und damit unterschiedlicher Bewitterung auf lange Sicht einheitlich zu gestalten wurden bereits vergraute Bretter aus den umliegenden Sägewerken verarbeitet. Die Dachflächen von Obergeschoß und Dachgeschoß sind unmerklich so geneigt, dass das gesamt anfallende Regenwasser über nur ein Abfallrohr zur 10m³ großen Zisterne gelangt, wo es für WC-Spülung, Waschmaschine und Gartengießen gesammelt wird. Der Überlauf speist ein Biotop.
 
Mehr Info dazu finden Sie in der klima:aktiv Gebäudedatenbank: www.klimaaktiv-gebaut.at
 

22.12.2011