klima:aktiv Dienstleistungsgebäude vor den Vorhang
Gerade der Bereich der Dienstleistungsgebäude zeichnet sich durch eine hohe Medienpräsenz und eine internationale Konkurrenz von Labels für nachhaltiges Bauen aus. Daher ist die große Anzahl der deklarierten klima:aktiv Gebäude in diesem Bereich um so erfreulicher. Im letzten Monat wurden sogar sechs neue Dienstleistungsgebäude nach dem klima:aktiv Gebäudestandard deklariert.
Die öffentliche Hand ist Eigentümer und Nutzerin einer Vielzahl von Gebäuden und damit einer der wichtigsten Bauträger in Österreich. Öffentliche Gebäude haben besondere Vorbildfunktion. Gerade der Schulbau bietet eine gute Möglichkeit, der jungen Generation das Thema Nachhaltiges Bauen "hautnah" erlebbar zu machen und den Umgang mit ökologischen Baumaterialien und sparsamen Energieverbrauch den Schülern, Eltern und Lehrern zu vermitteln.Ein gutes Beispiel dafür ist der Zubau der Tourismusschule Salzburg Bramberg. Die Schule wurde um zwei Klassen, eine Schulküche und einen Turnsaal samt Nebenräumen und Technik erweitert. Dabei wurde größtes Augenmerk auf ein nachhaltiges Gesamtenergiesystem gelegt. Durch eine Optimierung des Heizsystems (der bestehende Heizungsrücklauf wird als Vorlauf für den Erweiterungsbau verwendet) blieb der bestehende Biomassefernwärmeanschluss unverändert. Auch die Abwärme des Kühlsystems wird wieder in das neue Heizsystem eingebracht.
Ein weiterer Schulbau ist die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck, bei der der Schwerpunkt beim möglichst breiten Einsatz ökologischer Materialen lag. Der Holzbau dient als Imageträger der Schule. Holz als nachwachsender Baustoff findet hier neben der Konstruktion auch zur Aufwertung der Räume Verwendung, dabei wurde auch der konstruktive Holzschutz (Vordächer schützen die Holzfassaden) berücksichtigt.
Auch im Bereich der Kindergärten gibt es ein neues vorbildliches Projekt, den Kindergarten in Mannersdorf. Hier wurde der Vermeidung der Luftschadstoffe besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei der Errichtung der Wände und Decken kamen Produkte mit Umweltzeichen zum Einsatz und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und zusätzlicher Luftvorerwärmung bzw. Kühlung wurde eingebaut.
Das Gebietsbauamt Korneuburg wurde ebenfalls von einem öffentlichen Bauträger errichtet. Durch seine markante Form, die die Elemente der Umgebung aufnimmt und diese neu interpretiert, ist dieses Gebäude ein weithin sichtbares Zeichen für nachhaltiges Bauen. Mit einem HWB von 15 kW/m² erreicht das Gebäude Passivhausniveau, es wurde aber auch der Einsatz von ökologischen Materialien berücksichtigt, vor allem im Innenbereich kamen Produkte mit Umweltzeichen zum Einsatz.
Dass auch private Bauherrn auf sehr hohem Niveau bauen zeigt das Betriebsgebäude der Firma Saubermacher. Das Gebäude und dessen Haustechnik spiegeln modernste Ansätze des nachhaltigen Bauens wieder. Ein wesentlicher Bestandteil der Systemlösung sind die Themen Energieeffizienz und Behaglichkeit. Das Haus ist mit modernsten Systemen der Haus- und Regelungstechnik ausgestattet, so kamen auch eine stille Kühlung und Bauteilaktivierung zum Einsatz, um die Behaglichkeit im Gebäude zu steigern. Intention des Bauherren war es, hier ein Kompetenzzentrum für Abfallwirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit zu errichten.
Ein weiteres neues Dienstleistungsgebäude ist der Neubau der Billafiliale in Perchtoldsdorf. Der „Öko-Billa Perchtoldsdorf“ ist ein Supermarkt mit extrem ambitionierten Ansprüchen an Ökologie und Energieeffizienz. Das Gebäude ist nach dem speziell dafür entwickelten klima:aktiv Gebäudestandard für Lebensmittelsupermärkte deklariert. Die klima:aktiv Plakette wurde von Sektionschef DI Günter Liebel des Lebensministeriums im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 13. Dezember 2011 feierlich überreicht.
Alle weiteren Informationen zu diesen klima:aktiv deklarierten Dienstleistungsgebäuden finden Sie auf
www.klimaaktiv-gebaut.at
24.01.2012


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