Studie: Radfahren & EU-Klimaschutzziele
Der Europäische Radfahrer-Verband ECF beleuchtet in einer Studie den Klima-Nutzen des Radverkehrs.
Im Vergleich verschiedener Verkehrsmittel wird dem Fahrrad das höchste Einsparungspotential für Treibhausgase zugesprochen. Wenngleich nicht komplett Kohlenstoff-frei, sind die Treibhausgasemissionen des Fahrrades mehr als 10mal niedriger als Emissionen aus dem motorisierten Individualverkehr. Auch Pedelecs, obwohl mit einer elektrischen Unterstützung ausgestattet, liegen im Bereich des gewöhnlichen Fahrrades.Im Zeitraum von 1990 bis 2007 sind die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor um 36% gestiegen während die Emissionen der anderen Sektoren um 15% abgenommen haben. Die EU Roadmap 2050 nennt für den Verkehrssektor folgende THG-Reduktionsziele für 2030 und 2050 gegenüber 1990: Die THG-Emissionen sollen im Jahr 2030 um 9 % gesunken bzw. um maximal 20% gestiegen sein (Zwischenziel). Im Jahr 2050 soll eine Reduktion zwischen 54% und 67% erreicht werden.
Unter der Annahme, der Radfahr-Anteil der EU-27 entspricht den gemessenen Werten in Dänemark, zeigt diese Studie, dass, die Fahrradnutzung einen Beitrag in der Größenordnung von 12 bis 26% der für 2050 anvisierten THG Reduktionsziele im Transportsektor beitragen kann, je nachdem welches Verkehrsmittel durch das Fahrrad ersetzt wird.
Die Mehrheit von Projektionen und Szenarios kommt zu dem Schluss, dass technische Verbesserungen alleine nicht ausreichen werden, die Ziele der EU Roadmap zu erreichen. Denn diese werden im Jahr 2050 (mit der Basis 1990) nicht mehr als 20% der Transportemissionen einsparen. Um die ambitionierten Ziel der EU zu erreichen ist zusätzlich zu technologischen Verbesserungen eine EU weite Verlagerung weg vom motorisierten Individualverkehr notwendig.
Fahrräder, Pedelecs und Radverleihsysteme alleine oder in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bergen das Potential zu einer nachhaltigen Verlagerung beitragen zu können.
Die Studie ist hier zu finden.
12.12.2011


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