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Büro- und Verwaltungsgebäude der Raiffeisenbank in Murau
Foto: Raiffeisenverband ...

Objekt des Monats: Büro- und Verwaltungsgebäude der Raiffeisenbank in Murau

Ein Neuzugang in der klima:aktiv Gebäudedatenbank ist das Büro- und Verwaltungsgebäude der Raiffeisenbank in Murau. Geplant wurde es von Volker Jehsenko, Bauplanung & Betreuungs- GmbH. Das im Zentrum von Murau errichtete Verwaltungsgebäude ist ein Vorzeigebau im Hinblick auf Funktion, Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit. Mit seinem geringen Energieverbrauch leistet es einen großen Beitrag zum Klimaschutz und konnte die höchste Qualitätsstufe klima:aktiv Gold erreichen!

Dieses Gebäude ist ein beispielgebendes Vorzeigeprojekt für ein ökologisches, ökonomisches und gesundheitliches Bauen, es wurde vor allem der vor Ort vorhandene Baustoff Holz verwendet, sowohl konstruktiv als auch als Verkleidung. Dieses Bauvorhaben stellt mit ca. 2.300 m² Bruttogeschossfläche eines der größten Passivhaus-Projekte im Süden Österreichs bzw. in der Steiermark dar.
 
Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen war nicht erwünscht. Es sollten die am Standort verfügbaren Energiequellen (Sonne, Erde, Wasser) zum Einsatz kommen. Die Regenwassernutzung und die Stromerzeugung mittels Photovoltaik waren weitere wichtige Beiträge im Gebäudekonzept. Angestrebt wurde ein fortschrittliches Büro-Kundengebäude, das letztlich kaum mehr als ein herkömmlicher Bau kostet und trotzdem alles bietet, was von einem modernen, innovativen Bürogebäude erwartet wird – und das mit niedrigen Folgekosten.
 
Als Baustoffe kamen – wo möglich – umweltfreundliche Bauprodukte zum Einsatz. Besonderes Augenmerk lag auf Dämmmaterialien mit Umweltzeichen, PVC-freie Materialien, Recyclingprodukte und nachwachsende Rohstoffe. Dadurch wurden hohe CO2-Einsparungen bewirkt.
 
Auf Grund der Passivhausbauweise ist eine geringe Heiz- bzw. Kühlleistung notwendig. Durch die 84 m² Fassaden-Kollektoren wird erstrangig die Heizung bzw. das Warmwasser von der Sonne versorgt. Zusätzlich wird mittels einer Erdwärme-Anlage (Wärmepumpen, Tiefensonden) die noch zusätzlich benötigte Energie erzeugt. Die Lüftung erfolgt über eine zentrale Komfortlüftungsanlage, bei der mit einem Wärmetauscher die Energie der Abluft zurück gewonnen wird. Die Raumtemperatur kann individuell gesteuert werden.
Die Kühlung erfolgt über eine Kühldecke (Kühlrohre hinter abgehängten Akustikgipsplatten). Die durch Erdsonden natürlich gekühlte Flüssigkeit wird in die Kühldecke transportiert und die dort erwärmte Flüssigkeit wieder zurück in die Erde gepumpt (freie Kühlung). Mit dieser Vorgangsweise wird gegenüber einer herkömmlichen Gebläsekühlung eine enorme Einsparung an elektrischer Energie möglich.
 
Sehr großer Wert wurde auf die eigene Stromversorgung gelegt. Mit der 64 m² großen Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach werden jährlich rund 11.000 kW/h Strom erzeugt. Eine Regenwassernutzungsanlage mit einem großen Fassungsvermögen sorgt dafür, dass das Dachwasser nicht zur Versickerung gebracht werden muss. Das Wasser steht für die Pflanzen im Garten, für Außenreinigungsarbeiten und die WC-Spülungen zur Verfügung.
 
 
Mehr zum Gebäude erfahren Sie auf www.klimaaktiv-gebaut.at

Die klima:aktiv Datenbank www.klimaaktiv-gebaut.at informiert über Praxisbeispiele vorbildlicher Neubauten, umfassender Sanierungen von Wohnbauten und Dienstleistungsgebäuden.

09.11.2011