Pressebericht der Tagung: klima:aktiv Bauen und Sanieren in OÖ., FH OÖ Campus Wels, 13. 10. 2011
Energieeffizient, ökologisch und nutzerfreundlich zu bauen war am 13. Oktober das Thema der Tagung „klima:aktiv Bauen und Sanieren in OÖ“ am Campus Wels der FH OÖ.
Nach den Grußworten der „Energiesparstadt“ Wels durch Bürgermeister Peter Koits bekannte sich Landesrat Rudi Anschober (Grüne) in seiner Eröffnungsrede klar zu den umfassenden Zielen, welche klima:aktiv mit der Vergabe von Qualitätszeichen verfolgt. Qualitätsstandards müssen von der Wohnbauförderung eingefordert werden, der Ruf nach Kosteneinsparung im Wohnbau darf nicht zur Rücknahme von Energieeffizienzkriterien führen. Prinzipiell konnte Landtagsabgeordneter Alfred Frauscher (ÖVP) zustimmen. Herbert Greisberger von der Gesellschaft für Umwelt und Technik, Programmmanager von klima:aktiv, meinte sogar, es sei unverantwortlich, nicht auf hocheffizienten Niveau zu bauen.FH-Professor Herbert Claus Leindecker ist mit dem Welser FH-Studiengang Öko-Energietechnik einziger oberösterreichischer Regionalpartner von klima:aktiv Bauen und Sanieren. Er präsentierte das Selbsdeklarationskonzept und das erste, mit „Gold“ ausgezeichneten Gebäude des Architekten Heinz Plöderl, das „1. Energieautonome Stadthaus B14“ in Wels. Die bereits vielfach ausgezeichnete Sanierung in der Makartstraße in Linz von Architektin Ingrid Domenig-Meisinger wird eine Nachdeklaration von klima:aktiv erhalten. Der Wissenschaftler und Immobilienprofi Philipp Kaufmann konnte überzeugen, dass auch im internationalen Kontext die Gebäudebewertung mit Zertifikaten hinsichtlich des Werterhaltes von Immobilien einen immer größeren Stellenwert bekommt.
Robert Kernöcker vom Land OÖ. konnte in seinem Beitrag feststellen, dass seitens der OÖ. Wohnbauförderung schon viele Punkte von klima:aktiv zumindest ansatzweise enthalten sind. Seine detaillierte und vergleichende Darstellung zeigte, dass vielfach lediglich die Nachweisführung unterschiedlich ist. Da klima:aktiv auch Infrastrukturanschluss, zum Beispiel die Nähe zu Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, bewertet, warf er die Frage auf, ob es Aufgabe der Wohnbauförderung sei Fehler in der Raumplanung zu korrigieren.
In der abschließenden Podiumsdiskussion,, moderiert von Alexander Zens von den Oberösterreichischen Nachrichten, vertrat Gernot Altenstrasser von der Welser Heimstätte die gemeinnützigen Wohnbauträger. Er meinte, dass die klima:aktiv Standards relativ einfach zu erreichen sind, wenn diese schon bei Planungsbeginn berücksichtigt werden. Eine klima:aktiv Auszeichnung könne dann ohne zusätzliche Kosten einen beachtlichen Mehrwert bringen.
Die FH OÖ bietet kostenlose Erstberatung für die klima:aktiv Deklaration von Neubau und Sanierung von Mehrfamilienwohnungshäusern.
21.10.2011


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