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BikeRisk - Studie zu den Risiken des Radfahrens im Alltag
Foto: Paul Pfaffenbichle...

Studie: RadfahrerInnen leben länger

Positive Bewegungseffekte übersteigen Unfall- und Luftschadstoffrisiken

In einem von BMVIT und Lebensministerium finanzierten Projekt wurden durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit, dem Umweltbundesamt und der Österreichischen Energieagentur die Risiken des Radfahren im Alltag untersucht. Ausgangslage war die oft geäußerte Vermutung, daß Radfahren zwar gesund sei, aber im Verkehrsalltag viel zu gefährlich ist und man als RadfahrerIn stark den Luftschadstoffen des Kraftfahrzeugverkehrs ausgesetzt sei. Deshalb war es Ziel der Studie BikeRisk die positiven (Bewegung) wie negativen (Unfälle, Luftschadstoffe) Effekte auf die Radfahrenden zu untersuchen.
 
Unfall- und Luftschadstoffrisiko
Erstmals konnte nach Verkehrsmitteln und Altersgruppen die Verunglücktenrate für Österreich ermittelt werden. Da zeigt sich, daß gemessen an der Verkehrsbeteiligungsdauer junge Auto-Lenker am gefährlichsten leben. Insgesamt ist das Risiko mit dem Fahrrad zu verunglücken jedoch höher als mit dem Pkw. Jedoch ist das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden mit dem Pkw höher als mit dem Fahrrad. Die Datenanalyse ergab aber auch, dass mit steigender Radnutzung zu einer Senkung des Unfallrisikos führt. Das aus internationalen Studien bekannte „Saftey by Numbers“-Prinzip zeigt sich auch in Wien (siehe Grafik).


Um die unterschiedliche Luftschadstoffbelastung zu messen wurden mit einem mobilen Meßgerät Fahrrad- und Pkw-Fahrten durchgeführt. Anhand der Meßdaten und Literaturwerte wurde rückgeschlossen, daß je nach Route die eingeatmete Feinstaubdosis beim Radfahren um 6-8 fach höher ist als beim Autofahren.
 
Bilanz: Radfahren ist trotzdem gesund
Zu den positiven Gesundheitseffekten wurde auf die Ergebnisse einer Studie des Fonds Gesundes Österreich zum „Gesundheitlicher Nutzen des Radfahrens als Transportmittel“ zurückgegriffen.
Die Bilanzierung der positiven und negativen Effekte erfolgte mit Hilfe der Berechnung der gewonnenen bzw. verlorenen Lebenszeit. Dazu wurden zehn verschiedene Szenarien eines Umstiegs vom Pkw-Fahren auf Fahrradfahren untersucht. Die verlorene Lebenszeit durch das Unfallrisiko fällt mit max. 2 Wochen kaum ins Gewicht, die Schadstoffbelastung schlägt schon mit 1 bis 6 Monaten zu buche. Die gewonnene Lebenszeit von einem Jahr aufgrund der physikalischen Fitneß macht in allen Szenarien die verlorene Lebenszeit wieder wett, so daß der Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad selbst bei kurzen Distanzen (7,5 km pro Tag) das Leben verlängert.

Welchen volkswirtschaftlichen Gesundheitsnutzen Radfahrende bringen, finden Sie hier.
 
Fonds Gesundes Österreich
Verkehrssicherheitsfonds

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22.12.2011