Studie: Einflussfaktoren auf den Radverkehr
Gemeindevergleich Niederösterreich - Vorarlberg
In dieser Studie zum kommunalen Radverkehr, welche "die umweltberatung" gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit verfasst hat, wird aufgezeigt, wie der Radverkehrsanteil vor allem im Alltagsverkehr erhöht werden kann und welche Faktoren radfahrfreundliche Gemeinden kennzeichnen.Herzstück der Studie ist ein Vergleich von zwei Vorarlberger Gemeinden (Mäder und Wolfurt), die einen besonders hohen Radverkehrsanteil aufweisen, mit zwei niederösterreichischen Gemeinden (Pfaffstätten und Purkersdorf).
Zielsetzung der Untersuchung war die Erforschung der Bedingungen und Voraussetzungen für eine wesentliche Erhöhung des Radverkehrsanteils auf kommunaler Ebene sowie die Empfehlung erfolgsversprechender Maßnahmen.
Folgende Fragestellungen liegen der Arbeit zu Grunde:
- Welche Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen fördern eine erfolgreiche Implementierung des Radverkehrs auf kommunaler Ebene?
- Welche Maßnahmen müssen in den niederösterreichischen Gemeinden gesetzt werden um den Radverkehrsanteil zu erhöhen?
- Welche Maßnahmen können in den niederösterreichischen Vergleichsgemeinden Pfaffstätten und Purkersdorf gesetzt werden, um den Radverkehrsanteil zu steigern?
Die wichtigsten Ergebnisse
- Zeit: Die Förderung des Radverkehrs braucht Zeit und ist ein langfristiger und kontinuierlicher Prozess. In Vorarlberg wird der Radverkehr z.B. seit 15 Jahren intensiv beworben und gefördert.
- Eine Zunahme des Radverkehrsanteils setzt eine bestehende Strategie mit klar festgelegten Zielen voraus. Eine solche Strategie muss besonders das Wohlgefühl und die Sicherheit der RadfahrerInnen in den Vordergrund stellen.
- Klare Zuständigkeiten müssen definiert sein (eine hauptverantwortliche Person in der Gemeinde , wie z.B. Mobilitätsbeauftragte) und ein eigenes Budget für den Radverkehr muss bereitgestellt werden.
- Eine regelmäßige und vielfältige Bewusstseinsbildung ist bei der Radverkehrsförderung von besonderer Bedeutung.
- Zur Förderung des Radverkehrs muss es ein ausreichendes und attraktives Angebot an Fahrradabstellanlagen geben.
- Einbeziehung der Bevölkerung durch intensive Bürgerbeteiligung ist notwendig.
- Bodenmanagement und vorausschauende Raumplanung fördern den Radverkehr: Innerörtlichen Verbindungswege stellen z.B. einen hohen Komfort für alle RadfahrerInnen dar und fördern die Verkehrssicherheit. Sie müssen aber langfristig geplant werden.
28.02.2011


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