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Kindergarten Grossrust, Obritzberg
Foto: Andreas Buchberger

Klima:aktiv Gemeindeobjekte allerorts

Klima:aktiv Gebäude sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und schonen langfristig die Gemeindebudgets durch niedrige Energiekosten und hohe Bau- bzw. Sanierungsqualität. Klimaschutz im eigenen Bereich zu stärken, ist für die Gemeinden ein wichtiges Argument, aber bei weitem nicht der einzige Grund, wie die umgesetzten Beispiele zeigen. Denn klima:aktiv Gebäude sind vor allem Gebäude mit hoher Qualität für die Nutzerinnen und Nutzer. Gebäude, in denen die Menschen gerne Leben, Arbeiten und Lernen.

Bei der Errichtung von Kindergärten gilt der Vermeidung von Luftschadstoffen eine besondere Aufmerksamkeit. Vorbildhafte Projekte gibt es bereits in vielen österreichischen Gemeinden. So etwa in Abtenau, Salzburg und in Großrust, Niederösterreich. Mit einem errechneten Endenergiebedarf von 21,8 kwh/m3,a und einem Heizwärmebedarf von 14 kWh/m2,a erreicht der Kindergarten in Großrust darüber hinaus Passivhausqualität. Die Nutzung der Nahwärme aus Biomasse der benachbarten Volksschule, ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung und eine 10kWp Photovoltaikanlage machen dieses Gebäude zu einem Vorbild für andere Gemeinden in Österreich.
 
Auch der Kindergarten in Abtenau verfügt über einen Fernwärmeanschluss sowie ein zentrales Lüftungssystem. Die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer ist eine notwendige Voraussetzung für die hohe Akzeptanz der Gebäude. Dementsprechend wurden diese bereits in der Planungsphase mit einbezogen und im Umgang mit der innovativen Technik geschult.

Zwei oberösterreichische Gemeinden haben vorbildhafte Schulbauten umgesetzt, nämlich die Volksschule in Wels-Mauth und die Sonderschule Linz. Beide Gebäude wurden dafür im Rahmen des Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit 2010 ausgezeichnet. Gerade die Sonderschule am Flötzerweg in Linz zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht auf den Neubau beschränkt ist. Hier wurde ein Bestand aus dem Jahr 1976 nahezu auf Passivhausstandard saniert. Die zentralen Maßnahmen klingen dabei wenig sensationell: Dämmung der Außenhülle und des Daches, 3-Scheiben-Verglasung mit außenliegendem Sonnenschutz, kontrollierte Be- und Entlüftung sowie eine 64m2 Photovoltaikanlage und eine 26m2 thermisch Solaranlage. Maßnahmen, die sich in vielen Schulbauten umsetzen lassen.
 
Das Gemeidezentrum St. Gerold, Vorarlberg, erreichte mit 970 klima:aktiv Punkten nahezu die magische 1000er-Marke. Mit einer Komfortlüftung mit 85% Wärmerückgewinnung und 2,0 kWh/m3a Heizwärmebedarf laut OIB-Richtlinie überzeugt der konstruktive Holzbau durch höchste Energieeffizienz. Wärmepumpe und Photovoltaikanlage sorgen für erneuerbare Energie, Holzfasern und Schafwolle als Dämmstoffe und höchste ökologische Ansprüche an alle Materialien runden das Bild ab. So entstand ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit und heimischer Wertschöpfung.
 
Nähere Infos zu diesen und weiteren klima:aktiv Gebäuden erhalten Sie auf www.gebaut-klimaaktiv.at

31.01.2011