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Radfahren im Winter, 2 RadlerInnen unterwegs.
Foto: www.pd-f.de

E-Biken im Winter

Selbst im Winter bleiben bis zu 60% der Radfahrer ihrem Verkehrsmittel treu.

Wer sich im Sommer ein E-Bike gekauft hat, der überlegt dieser Tage: Einmotten oder weiterfahren?
 
Und die Devise lautet: Weiterfahren, wenn die Umstände es erlauben.
Denn tiefe Temperaturen alleine sind offensichtlich kein Grund für ein völliges Ausfallen des Radverkehrs. Erst das Zusammenwirken von tiefen Temperaturen und Niederschlägen bewirkt eine deutliche Abnahme des Radverkehrs.
 
Pflege wie beim herkömmlichen Rad
Wer mit dem Pedelec sorgenfrei durch die kalte Jahreszeit kommen will, der kommt um etwas Pflege nicht herum. Wie bei allen hochwertigen Fahrrädern ertönt der Dreiklang aus Reinigen, Schmieren und trockener Unterbringung im Wintereinsatz besonders deutlich. Die Anschlusskontakte des Akkus vertragen gelegentlich etwas Pflegeöl. Kontaktspray ist oft zu aggressiv und konserviert die Kontakte nicht.
 
Vor Feuchtigkeit schützen
Auch bei der Unterbringung verhält es sich mit den Stromern nicht anders als mit konventionellen Rädern: Trocken sollte es sein!
 
Wie andere Akkus auch …
… arbeiten die Energiespeicher mobiler elektronischer Geräte bei gemäßigten Temperaturen zwischen 5° und 25° Celsius am effektivsten. Nach Fahrten bei tieferen Temperaturen den Akku mit in die Wohnung nehmen und ihn dort bis zur nächsten Fahrt aufbewahren. Während der Fahrt spielen Minustemperaturen kaum eine Rolle. Das Laden des Akkus sollte bei Zimmertemperatur erfolgen.

Folgende Punkte sollten vor Fahrtantritt beachtet werden:
  • Bekleidung: Bei nassem Wetter bietet eine Regenschutzbekleidung, die winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv (WWA) ist, den besten Schutz. Ist das Wetter hingegen kalt, windig und feucht, empfiehlt sich eine winddichte Wetterschutzbekleidung, kombiniert mit wärmender Fütterung. Im Winter besonders wichtig ist eine helle (reflektierende) Kleidung. Nicht zu warm anziehen, jedoch exponierte Körperteile schützen.
  • Licht: Die kurzen Tage und die schlechte Sicht machen im Winter ausreichende Beleuchtung unentbehrlich, ev. Ersatz(batterien) mitführen.
  • Reifen: Auf ausreichende Profiltiefe achten und den Reifendruck verringern, um den Straßenkontakt zu verbessern. Bei Eis- und Schneeglätte ev. Spikes verwenden.
  • Fahren/Bremsen: Die Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen. Vorausschauend fahren, Geschwindigkeit reduzieren, frühzeitig und vorsichtig bremsen. Durch den schlechteren Bodenkontakt steigt die Sturzgefahr (Achtung bei Splitstreuung!). Bremszüge durch Schmieren leichtgängig halten.
  • Sattel: Eine niedrigere Einstellung erhöht die Sicherheit, da beide Füße den Boden erreichen.
  • Fahrradschloss: Um ein Einfrieren zu verhindern, mit Teflonspray einsprühen.
  • Die Radweg-Benützungspflicht gilt nicht, wenn das Befahren nicht zumutbar ist, d.h. wenn z.B. nicht geräumt ist.
Achtung: Unbedingt das Fahrverhalten den Verhältnissen anpassen und auch für andere Verkehrsteilnehmer „mitdenken“. Winterliche Bedingungen können so manchen überfordern.
Bei Schnee oder Eis verlängert sich der Bremsweg und die Sturzgefahr steigt!
 
E-Bike einmotten
Wer sein E-Bike doch lieber in den Winterschlaf schickt, der sollte es ordnungsgemäß einlagern: gesäubert, geschmiert und an einem trockenen Ort aufbewahrt überwintert es schadenfrei. außerdem soll der Akku separat bei einer Temperatur von ca. 10° bis 15° Celsius gelagert und vor der ersten Ausfahrt im Frühahr einmal vollständig aufgeladen werden.
 
Quelle: Mit dem E-Bike durch den Winter, pd-f.de

17.01.2011