klima:aktiv für Mustersanierungen
Anfang Juni 2010 startete der Klima- und Energiefonds die zweite Runde der Mustersanierungsoffensive, das Programm initiiert umfassende Sanierungen von Betriebs- und Geschäftsgebäuden. Erwartet werden Best Practice-Beispiele, die in Zukunft tausendfach kopiert werden sollen und den Sanierungsstandard von morgen definieren. Mustersanierer haben nun auch die Möglichkeit, ihr Gebäude als klima:aktiv Gebäude zu deklarieren.
Die klima:aktiv Gebäudestandards zeigen, wie wesentliche Anforderungen umgesetzt werden können: Das 1000 Punkte Bewertungssystem beschreibt Zielvorgaben, Nutzen der Maßnahmen und Nachweise.Gebäude, die heute nur geringfügig thermisch-energetisch saniert werden, sind die Problemfälle der nächsten Jahrzehnte, denn der Weg geht in Europa zum Passiv- bzw. zum Plusenergiehaus. Dem entsprechen die Eckpunkte der Fördervoraussetzungen der „Mustersanierungsoffensive“ des Klima- und Energiefonds: Mit der thermischen Sanierung müssen die Anforderungen für den Heiz- und Kühlbedarf gemäß OIB-Richtlinie 6 um mindestens 50% unterschritten werden. Der Anteil Erneuerbarer Energieträger oder genutzter Abwärme am Gesamtenergiebedarf der sanierten Gebäude muss mindestens 35% betragen.
Die Orientierung an den klima:aktiv Gebäudestandards bietet dazu wertvolle Hilfestellung für ein stimmiges Sanierungsprojekt. Neben Kriterien für effizienten Energieeinsatz gibt klima:aktiv auch Anhaltspunkte für den Einsatz schadstoffarmer und emissionsarmer Bauprodukte sowie zur Sicherstellung von Komfortansprüchen. Der Vorteil: wichtige Punkte sind in den Kriterien bereits im Sinn von Planungszielen aufbereitet, z.B. im heiklen Bereich der Lüftungsanlagen und der Sicherstellung einer gesunden Innenraumluft. Ein wichtiger Punkt ist die Darstellung des Nutzens der Sanierungsmaßnahmen, daher ist auch eine vereinfachte Berechnung der Lebenszykluskosten sowie Hinweise für Monitoringkonzepte mit laufender Erfassung der Energieverbräuche im Kriteriensystem enthalten.
Mit der Anwendung der klima:aktiv Kriterien gelingt die Darstellung eines überzeugenden Mustersanierungskonzeptes leichter. Eine klima:aktiv Gebäudedeklaration ist zudem beste Voraussetzung auch für andere nationale oder internationale Gebäudezertifikate.
Ein zusätzlicher Aufwand für die Anwendung der klima:aktiv Kriterien ist im Falle der Mustersanierungen kaum gegeben, da für die erwarteten wegweisenden Projekte ohnehin Überlegungen zur Qualitätssicherung erforderlich sind.
Wenn Sie an der Anwendung der klima:aktiv Kriterien interessiert sind, stellen wir Ihnen gern ein speziell für die Sanierung von Dienstleistungsgebäuden adaptiertes Kritriensystem zur Verfügung und dazu gibt es auch entsprechende Beratungsangebote.
Einen Überblick über die klima:aktiv Kriterien für die Sanierung von Dienstleistungsgebäuden finden Sie in der Excel Liste:
Alle Informationen zum klima:aktiv Gebäudestandard und Kriterienkatalog erhalten Sie unter www.klimaaktiv.at/Gebaeudestandard
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28.07.2010


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