Volksschule Mauth
Wels, Oberösterreich
„Die Geschichte dieser Volksschule beginnt mit dem politischen Bekenntnis der Stadt Wels zu umfassender Verantwortung in Form des nachhaltigen Bauens, zum respektvollen Umgang mit ihren MigrantInnen und einer Offenheit gegenüber den drängenden Weichenstellungen in der Bildungspolitik.“Jurykommentar
Die Volksschule Mauth ist ein Beweis dafür, dass soziale, ökologische und pädagogische Nachhaltigkeit und höchste architektonische Ansprüche miteinander vereinbar sind. Das helle zweistöckige Gebäude mit goldfarbenen Fenstern und sonnengelben Jalousien steht selbstbewusst im neuen Siedlungsgebiet und signalisiert, dass man hier gut und gerne lernen kann.
Projektdetails:
Nutzung: Volksschule, Turnsaal-Mitnutzung durch Vereine
Gebäudeart: Neubau nahe Passivhausstandard
Fertigstellung: 2009
Energiekennzahl: HWB 14 kWh/m²a BGF (Energieausweis)
Energiekonzept und -system
Photovoltaikanlage (28 m²), Wärmepumpe mit Tiefensonden und Solarthermie (50 m², 42 % des Warmwasserbedarfs). Dezentrale CO²-gesteuerte Lüftungsgeräte. Die Außenjalousien sind automatisch gesteuert, können von den NutzerInnen aber händisch nachreguliert werden. Fußbodenheizung vor den Fenstern. Komfortlüftung mit WRG, 85 %, Blower Door Testergebnis: 0,4
Baubiologie und Nutzungskomfort
Emissionsarme Materialien, hoher Schallschutz, begrüntes Dach, Naturschulgarten, Terrassen, Spielmöglichkeiten im Freien und nicht zuletzt die lichtdurchfluteten Klassenräume und Gänge bestimmen den herausragenden Komfort dieser Schule. Die bewegliche Einrichtung der Klassenzimmer ist Teil des pädagogischen Konzepts.
Bauherr: Stadt Wels - Holding Wels Immobilien GmbH & Co KG
Architektur: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, Weiler
Energieplanung: Technisches Büro Ing. Grillenberger Gmbh & Co KG, Perg
„Hier wird vorweggenommen und räumlich manifest, was Schule sein soll und sein wird: eine differenzierte Welt an Lehr- und Lernangeboten, Raum für unterschiedliche Lernatmosphären, Lerngeschwindigkeiten und Gruppengrößen und für das unbehinderte, die Welterfahrung unterstützende Bewegungsbedürfnis von Kindern. Wie ein System an Wegen und Plätzen, ein Parcours zum Laufen, Streunen, Flanieren, Begegnen und Sammeln (von Erfahrung) lässt sich dieser Vierkanthof lesen. Ein Raumfluss dem der Bewegungs- und Erfahrungsfluss folgt und für Austausch oder Rückzug zwanglose Optionen bereithält.“
Jurykommentar
27.05.2010


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