Minister zeichnet 25 Betriebe aus
BERLAKOVICH: Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil für österreichische Unternehmen.
25 Betriebe und 20 EnergieberaterInnen wurden ausgezeichnet. Gute Beispiele vor den Vorhang! Das war nun bereits zum dritten Mal das Motto der klima:aktiv Veranstaltung "Steigerung der Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe".
"Die ausgezeichneten Unternehmen beweisen, dass Verantwortung für die Umwelt und wirtschaftlicher Erfolg einander nicht ausschließen, sondern perfekt ergänzen. Energieeffizienzmaßnahmen leisten nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz, sondern sind auch ein Motor für die heimische Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze“, ist Umweltminister Berlakovich von den gelungenen Beispielen begeistert.
Einsparungen von 17.000 t CO2 in 25 ausgezeichneten Betrieben
Wie rasch sich viele Effizienzmaßnahmen tatsächlich rechnen, bewiesen die 25 ausgezeichneten österreichischen Unternehmen. In Summe sparen sie jährlich 57,5 Mio. kWh an Strom und Wärme bzw. rund 17.000 Tonnen CO2 ein.
„klima:aktiv energieeffiziente betriebe“ ist Teil der Klimaschutzinitiative klima.aktiv des Lebensministeriums. Ein Schwerpunkt des Programms liegt darin, Betrieben und BeraterInnen die Vorteile einer strukturierten und kontinuierlichen Beschäftigung mit dem Energieeinsatz und der Verbesserung der Energieeffizienz zu vermitteln. Die im Sommer 2009 verabschiedete europäische Energiemanagement Norm EN 16001 bildet dafür das geeignete Grundgerüst.
Welche Vorteile die Einführung eines Energiemanagementsystems bringt, konnten die beiden klima:aktiv Projektpartner „Sandoz GmbH“ und „Wozabal Management GmbH“ eindrucksvoll beweisen. Beide Unternehmen sind bereits nach der ÖNORM EN 16001 zertifiziert. Sandoz, ein Großbetrieb aus der Pharmabranche mit 2800 MitarbeiterInnen wurde bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. Das Textilreinigungsunternehmen Wozabal erhielt das EN 16001 Zertifikat vom Vorstandsdirektor der TÜV Austria Holding AG, Dr. Hugo Eberhardt bei der Veranstaltung. Wozabal konnte durch die Umsetzung eines ersten Maßnahmenpakets zur Effizienzverbesserung rund 1.000 Tonnen CO2 einsparen.
Weitere Beispiele:
„Machland“, der traditionelle Obst- und Gemüsedelikatessenhersteller aus Oberösterreich, reduziert durch den Einsatz einer neuen Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage die Energiekosten um 35% und spart dadurch jährlich rund 630 Tonnen CO2 ein.
„Berglandmilch“, die größte österreichische Molkerei, beheizt und kühlt ein neues Bürohaus mit Rechenzentrum in Aschbach ohne Erhöhung des Energiebezugs. Ermöglicht wird dies durch gezielte Abwärmenutzung und Kühlung über Bauteilflächen. Zudem werden jährlich 230 Tonnen CO2 eingespart.
Die „Druckerei Carini“, spezialisiert auf den Druck von Etiketten, hat eine mustergültige Erweiterung ihres Betriebsgebäudes und Sanierung des Altbestandes durchgeführt. 12 Tonnen CO2 werden dadurch jährlich vermieden.
Wie bemerkenswert hoch die Einsparpotenziale im Lebensmittelhandel sind, hat die Handelskette „REWE International AG“ aufgezeigt. Durch die Optimierung der Gewerbekälte in rund 320 Filialen konnte der Strombedarf bereits um 32,6 Mio. kWh/a gesenkt werden. Beleuchtungsoptimierungen haben eine weitere Einsparung von 3,7 Mio. kWh/a gebracht. In Summe entsprechen die bisherigen Maßnahmen einer jährlichen Verringerung der CO2 -Emissionen um rund 11.600 Tonnen.
Auch Fußballclubs und Fitness Center beschäftigen sich mit der Verbesserung der Energieeffizienz. So konnte der „SK Puntigamer Sturm“ durch die Sanierung seines Trainingszentrums massive Energie- und damit Betriebskosteneinsparungen bewirken. Das Fitness Center „KT Fitness“ konnte durch hauptsächlich organisatorische Maßnahmen, wie die Optimierung der Einstellwerte der Heizung, Lüftung, Schwimmbadtemperatur etc., beträchtliche Einsparungen erreichen.
Die breite Palette an Branchen und die Vielfalt der eingereichten und ausgezeichneten Maßnahmen hat einmal mehr aufgezeigt, dass in jedem Unternehmen Energieeffizienzpotenziale zu finden und wirtschaftlich umsetzbar sind.
Hier sind die Präsentationen der Referenten:
07.02.2011


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