Energieeffiziente Tourismusbetriebe - Veranstaltungsrückblick
Die Ergebnisse aus den Auswertungen der KMU-Scheck-Beratungen zeigen, dass der Energiekostenanteil am Umsatz in Hotelbetrieben im Durchschnitt 5,1 % beträgt. Mit einem gut durchdachten, umfassenden Sanierungskonzept können im Durchschnitt 50 % des Energieverbrauches eingespart werden. Das Energieinstitut der Wirtschaft veranstaltete gemeinsam mit der Fachgruppe Hotellerie am 14.04.2010 in Klagenfurt einen Infonachmittag zum Thema „Energieeffiziente Tourismusbetriebe“.
Die Ergebnisse aus den Auswertungen der KMU-Scheck-Beratungen zeigen, dass der Energiekostenanteil am Umsatz in Hotelbetrieben im Durchschnitt 5,1 % beträgt (Stand 1. Quartal 2010). Verglichen mit z.B. dem Großhandel (0,74 %), einer Kfz-Werkstatt (1,19 %), einer Tischlerei (1,87 %) oder einem Friseursalon (2,25 %) ist der Anteil sehr hoch und birgt auch hohes Einsparpotenzial. Die Bandbreite der Einsparungen ist groß. Mit einem gut durchdachten, umfassenden Sanierungskonzept können im Durchschnitt 50 % des Energieverbrauches Eingespart werden. Je nach Zustand des Gebäudes und Ambitionen des Eigentümers oft mehr oder aber auch weniger.Laut einer Umfrage des Energieinstituts der Wirtschaft konnten 60 % der Unternehmen ihre Einsparpotenziale nicht angeben oder schätzen sie zu gering ein. 78 % der Tourismusbetriebe haben Interesse an einer geförderten Energieberatung. Die Umfrage hat auch ergeben, dass geförderte Energieberatung und Direktförderung von Investitionen den größten Motivationseffekt haben.
Die Veranstaltung „Energieeffiziente Tourismusbetriebe“, die vom Energieinstitut der Wirtschaft (www.energieinstitut.net) und der Fachgruppe Hotellerie organisiert wurde bot erste Unterstützung auf dem Weg zum energieeffizienten Tourismusbetrieb und gab Antworten auf die Fragen „Welche Möglichkeiten zur Energieeinsparung hat ein Hotelbetrieb?“, „Welche Erfahrungen hat die Branche bereits mit Energieeffizienz?“, Was kann das meinem Betrieb bringen?“ und „Wer hilft mir dabei?“.
Nach der Einleitung durch Mag. Eva Hoffmann, Obfrau der Fachgruppe Hotellerie und DI Friedrich Kapusta, Geschäftsführer des Energieinstitutes stellte Nicole Hartl im Rahmen von klima:aktiv den Leitfaden „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“ vor. Kurzfristige und kostengünstige sowie aufwändigere und kostenintensivere Maßnahmen in den Bereichen Gebäudehülle, Heizung, Warmwasser, Wasser sparen, Lüftung, Gebäudekühlung, Gewerbekälte, Küche, Wellness, Wäscherei, Tageslicht & Kunstlicht, energieeffiziente Geräte etc. zeigen eine große Bandbreite an Möglichkeiten zur Kosteneinsparung für den Betrieb und Komfortsteigerung für die Gäste.
Das Benchmarking, der Energievergleich des eigenen Betriebes mit anderen Betrieben, spielt eine wichtige Rolle. Um zu wissen, wo man einsparen kann, benötigt man entsprechende Informationen und Vergleichsdaten. Das Online-Benchmarkingsystem „Hotel Energie Monitor“ (www.hotel-energie-monitor.at) der MANOVA GmbH bietet die Möglichkeit, sein Unternehmen selbst einzuschätzen und mit der Konkurrenz zu vergleichen. Die Umfrage kann online oder mittels Papierfragebogen anonym und kostenlos erfolgen. Der Betrieb wird durch eine Checkliste und Berechnungshilfen unterstützt.
Kommt es zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen bietet die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (www.publicconsulting.at) mit der Umweltförderung im Inland finanzielle Unterstützung. Diese Unterstützung ist ein Investitions-Förderprogramm des Lebensministeriums zur Anreizbildung für umweltrelevante Projekte im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit. Gefördert wird der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern (Biomasse Einzelanlagen, Biomasse Nahwärme und Mikronetze, Erweiterung von Wärmeverteilnetzen, Solaranlagen, Geothermienutzung) sowie die effiziente Energienutzung (thermische Gebäudesanierung, gewerblicher Neubau in Niedrigenergiebauweise, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung, Klimatisierung und Kühlen, Anschluss Fernwärme).
Als erfolgreiches Beispiel motivierte Friederike Zaubek, Eigentümerin des Sonnenhotel Zaubek (www.sonnenhotel.com), die anwesenden Hoteliers. Mit anschaulichen Bildern der Baustelle und des sanierten Gebäudes bot sie einen Einblick in die täglichen Geschehnisse eines Sanierungsvorhabens und die tollen Ergebnisse die aus den Bemühungen resultieren.
Weitere Details und Kontaktinformationen zum Leitfaden „Energiemanagement in der Hotellerie und Gastronomie“ finden Sie hier:
http://www.klimaaktiv.at/article/articleview/78816/1/28704
Alle Präsentationen der Veranstaltung finden Sie hier: http://www.energieinstitut.net/portal/page/portal/EIW_HOME/PROJEKTE/Change1/Veranstaltungen%20Change
18.05.2010


acebook
witter
