Sanfte Mobilität im Nationalpark Kalkalpen
Von den derzeit jährlich insgesamt ca. 250.000 Tagesgästen des Nationalparks Kalkalpen reisen die meisten mit dem Pkw an. In einigen Bereichen des Nationalparks kommt es bereits zu Engpässen auf den vorhandenen Parkplätzen und zu einer Nutzung der Zufahrtsstraßen durch den ruhenden Verkehr.
Der Nationalpark Kalkalpen ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst und setzt sich daher im Rahmen des Projektes „klima:aktiv mobil“ das Ziel, den Anteil jener Gäste, die ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen, wesentlich zu erhöhen. Hierfür wird ein Angebot von Wander- und Radbussen initiiert, das sowohl die autofreie An- und Abreise aus der Region ermöglicht als auch die innere Erschließung des Nationalparks für Wanderer und Radfahrer gewährleistet. Insbesondere geht es dabei um die bedarfsgerechte Optimierung der Wander- und Radbusse mit Anschlüssen nach Steyr und an die Pyhrnbahn.Begleitet werden die Maßnahmen durch die Erarbeitung eines Verkehrskonzepts zur bedarfsgerechten und optimierten Gestaltung des Angebots. Die Integration des Wander- und Radbusangebots in weitere regionale und überregionale Angebote wie die Pyhrn- Priel-Card und ein Nationalpark-Ausflugsticket in Kooperation mit den ÖBB ist vorgesehen.
Veranstaltungen und Angebote des Nationalparks werden zeitlich auf die Betriebszeiten der Wander- und Radbusse abgestimmt, bei Sonderveranstaltungen sollen zusätzliche Busse geführt werden. Ein Marketingkonzept sieht den Druck von Informationsbroschüren und die Verbreitung durch die Tourismusverbände, Beherbergungsbetriebe und Informationsstellen des Nationalparks vor. Die Mobilitätsinformationen werden auf der Homepage des Nationalparks integriert. Werbemaßnahmen sind in regionalen und überregionalen Tageszeitungen und speziell im Ballungsraum Linz vorgesehen.
Angestrebt wird auch die Anschaffung bzw. Umrüstung von Bussen mit CO2-neutralem Antrieb (z.B. Pflanzenöl oder Biogas). Diese werden an örtliche Busunternehmen vermietet, um das Service zu betreiben. Die CO2-neutralen Treibstoffe sollen von Erzeugern aus der Umgebung des Nationalpark Kalkalpen bezogen werden, was gleichzeitig zu einer Steigerung der regionalen Wertschöpfung führt.
Zusätzliche Impulse für die Wander- und Radbusse werden durch die Veranstaltungen „Kulturhauptstadt Linz 2009“ und die Landesausstellung in Schlierbach 2009 erwartet.
28.10.2009


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