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Wirtschaftsfaktor Radverkehr Titelbild
Foto: Michael Praschl

Wirtschaftsfaktor Radfahren

Volkswirtschaftlichen Effekte des Radverkehrs in Österreich.

Klimawandel und steigende Energiepreise sorgen dafür, dass zukünftig mit einer steigenden Bedeutung des Fahrrades gerechnet werden darf. Dies wird sich vor allem auf die Alltagsmobilität im Nahbereich auswirken - das Fahrrad als umweltfreundliches, gesundes und schnelles Nahverkehrsmittel, aber auch auf den Tourismus, wo Radurlaube und Radausflüge schon seit vielen Jahren stark nachgefragt sind. Um die Bedeutung des Radfahrens für Wertschöpfung und Beschäftigung aufzuzeigen, wurden im Rahmen einer Kurzstudie die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Fahrrades und des Radfahrens in Österreich ermittelt.
 
Es wurden sechs Module für die Ermittlung der Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekte erfasst:
  1. Fahrrad-Produktion: Fahrräder, Fahrradkomponenten und –zubehör
  2. Fahrrad-Handel: Großhandel und Einzelhandel
  3. Fahrrad-Service: Reparatur und Verleih (Gewerbe)
  4. Radtourismus: Radurlaube und Rad-Tagesausflüge, inkl. Events, Transportservice, Karten und Magazine
  5. Radsport: Touristische Radsportveranstaltungen und Radrennen
  6. Rad-Infrastruktur: Radwegebau, inkl. Marketing und Promotion, Verleihsysteme und Servicestationen
Darüber hinaus erfolgte noch eine Querschnittsbetrachtung des Spezialsegments Elektro-Fahrräder (Produktion und Handel), um die Bedeutung dieses internationalen Trends für Österreich zu erfassen.

Ergebnisse:
 
Zusammengefasst belaufen sich die direkten Effekte der untersuchten Sektoren auf 601,9 Mio. Euro an Wertschöpfung und 10.865 VollzeitÄquivalenten.
Die Input-Output-Analyse ergibt für die Radwirtschaft Österreich direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte in der Höhe von 882,5 Mio. Euro und Arbeitsplatzeffekte in der Höhe von
18.328 Vollzeit-Äquivalenten.
 

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19.08.2009