Wertschöpfungskette Waldhackgut - Optimierung von Ernte, Transport und Logistik
Dieses Projekt wurde von der Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Forsttechnik durchgeführt. Ziel des Projektes war es, eine Optimierung der Waldhackgutbereitstellung durch eine Minimierung der Kosten und eine Steigerung der Erlöse zu erreichen. Für konkrete Biomasseheizwerke wurde ein Ver- und Entsorgungsszenario erarbeitet.
PROJEKTINFO
1) Projektname
Wertschöpfungskette Waldhackgut - Optimierung von Ernte, Transport und Logistik
2) Projektinhalt
Die Bereitstellung von Waldhackgut zum Zweck der Energiegewinnung bietet für die Forstwirtschaft die Chance zusätzlicher Wertschöpfung. Derzeit liegen die Kosten für die Bereitstellung aber meist über den erzielbaren Erlösen. Deshalb sind sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette durch eine verbesserte Logistik aufeinander abzustimmen.
Ziel des Projektes war eine Optimierung der Waldhackgutbereitstellung durch eine Minimierung der Kosten und eine Steigerung der Erlöse. Für konkrete Biomasseheizwerke wurde ein Ver- und Entsorgungsszenario erarbeitet. Die Anforderungen für einen Biomassehof als Schnittstelle für eine kontinuierliche Hackgutanlieferung wurden definiert. Für die Planung und Steuerung aller Teilprozesse und des gesamten Materialflusses wurde eine geeignete Logistiksoftware entwickelt. Basierend auf Literaturstudien im Bereich der Energieholz- und Waldhackgutbereitstellung wurde der Bedarf an notwendigen Feldstudien zur Verbesserung der Datengrundlage abgesteckt und der Test von neuen Verfahren bzw. Maschinen vorgeschlagen. Zur Dokumentation der Praxiseinsätze wurden Zeitstudien durchgeführt. Für die wesentlichen Prozesse wurden Produktivitätsmodelle erstellt. Der Evaluierung neuer Bereitstellungsketten in Praxisversuchen bzw. dem Einsatz alternativer Transportsysteme unter österreichischen Verhältnissen wurde bei den Versuchseinsätzen besondere Bedeutung beigemessen. Dabei sollte sich zeigen, ob diese Verfahren geeignet bzw. welche Rahmenbedingungen für deren Einsatz notwendig sind. Die Ermittlung geeigneter Standorte für einen Biomassehof erfolgte mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems und unter Berücksichtigung diverser Nebenbedingungen. Lage, Größe und Ausstattung waren im Hinblick auf das Energieholzpotenzial, der infrastrukturellen Voraussetzungen sowie Standort und Bedarf der Heizwerke zu optimieren. Erwartete Resultate waren eine bessere Optimierung verschiedener Bereitstellungssysteme, eine Minimierung der Transportkosten durch Reduktion von Wartezeiten und Ausnutzen der Transportkapazität sowie eine Reduktion des administrativen Aufwandes für die Steuerung und Abwicklung der Geschäftstätigkeiten. Weiters wurde die Ermittlung der Kosten, der notwendigen infrastrukturellen Ausstattung sowie die logistische Optimierung der Lage von potenziellen Biomassehöfen erwartet. Die Ergebnisse werden in Verfahrenshandbüchern sowie in einem Pflichtenheft dargestellt.
3) Projektbeteiligte
Universität für Bodenkultur Wien; Institut für Forsttechnik
Stampfer Karl, Projektleiter(in)
Holzleitner Franz, Projektmitarbeiter(in)
Kanzian Christian, Projektmitarbeiter(in)
Kühmaier Martin, Projektmitarbeiter(in)
4) Kontakt
Universität für Bodenkultur Wien; Institut für Forsttechnik
Peter Jordan-Strasse 82
A-1190 Wien
T: +43 (0) 1 476 54-4300
F: +43 (0) 1 476 54-4342
E: office.915@boku.ac.at
I: www.boku.ac.at/forstt
5) Download
Die Studie steht hier zum Download bereit.
03.07.2008


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