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Praxisleitfaden Fahrradparken
 

Vorarlberger Leitfaden Fahrradparken

„Auf den Anfang kommt es an!“ Dieser Leitspruch trifft auch auf die Wahl des Verkehrsmittels zu.

Muss ich mein Fahrrad jeden Morgen erst mühsam aus einem Metallknäuel befreien oder aus einem schwer zugänglichen und überfüllten Fahrradkeller schleppen, so ist die Wahr­schein­lichkeit hoch, dass ich mich fürs bequem erreichbare Auto entscheide. Mit dieser Entscheidung ist damit auch festgelegt, wie ich die restlichen Wege des Tages zurücklege:  Mit dem Auto.
 
Zusätzlich wichtig ist ein attraktiver Fahrradstellplatz bei meinem Zielpunkt: Muss ich damit rechnen, dass ich dort keinen ordentlichen Stellplatz geboten bekomme – nah am Zielpunkt, überdacht, diebstahlsicher – hat das Fahrrad noch schlechtere Karten.

Qualität und Quantiät!
 
Die Planung von Abstellanlagen sollte sich stets an folgende Kriterien orientieren:
 
  • Erreichbarkeit direkt bei Start-/Zielort, behinderungsfrei und fahrend erreichbar
  • Größe: genügend Platz fürs Ein- und Ausparken, ausreichende Anzahl an Stellplätzen
  • Komfort: stabile Fahrradständer, gute Beleuchtung, Witterungsschutz
  • Sicherheit: Schutz vor Diebstahl und Vandalismus
Entscheidend ist, dass sowohl die Art als auch die Anzahl der Stellplätze stimmen muss, will man wirklich attraktive Vorraussetzungen fürs Fahrrad im Alltagsverkehr schaffen. Die konkrete Ausgestaltung ist dabei stark von der jeweiligen Nutzung abhängig - im Wohnbau müssen anderen Anforderungen erfüllt werden als z.B. bei temporären Großveranstaltungen.
 
Leitfaden Fahrradparken
 
Viele Planer und Entscheidungsträger haben inzwischen begriffen, dass sich „energie­effizientes Bauen“ nicht auf Gebäudehülle und Heizung reduzieren lässt. Um diesen Personen eine praxisnahe Orientierungshilfe zu bieten, hat das Energieinstitut Vorarlberg in Kooperation mit dem Land Vorarlberg den „Leitfaden Fahrradparken“ entwickelt. Auf 30 Seiten werden Anforderungen für typische Anwendungsfälle beschrieben, gute und schlechte Beispiele gezeigt und Hinweise auf weiterführende Anlaufstellen geboten.
 
Der Leitfaden soll damit einen Beitrag zur Entwicklung einer neuen Verkehrskultur im Bauwesen leisten und helfen, die Vision von Prof. Hermann Knoflacher zumindest im Fahrradbereich zu verwirklichen: Der Fahrradstellplatz soll immer näher liegen und attraktiver sein als der Autoparkplatz. Dann - und nur dann - werden sich auch Personen ohne „Öko-Hintergrund“ auch im Alltag ganz selbstverständlich zum Fahrrad greifen.


Weiterführende Informationen unter Vorarlberg Mobil und Energieinstitut Vorarlberg
 
 

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30.06.2008